Was Marilenchen erlebte!
Im Reich der Schneekönigin
(pr/sl).
Marilenchen war allein zu Haus, als sie aus dem Fenster blickte und viele tanzende
Schneeflocken entdeckte. Diese Schneeflockenkinder entführen das Menschenkind
und bringen sie zur Schneekönigin, deren Tochter, die Schneeprinzessin,
gerade Geburtstag feiert. „Wie gefällt Marilenchen doch so gut
/ Das Schloß von blankem Eis, / Die Türme sehn aus wie ein Zuckerhut,
/ Die Wände so klar und weiß.“ Im Palast wird gegessen
und getanzt, es gibt Schneemänner, die das Essen auftragen und Blumen „wie
klares Eis“. Doch bald ist Marilenchen erschöpft und will zu
ihrer Mutter zurück, um ihr von den Erlebnissen mit der Schneeprinzessin
zu erzählen.
Klassische Zeichnungen, zurückhaltende Farben und eine liebevolle Geschichte,
die in leicht verständlichen Reimen erzählt wird: Das Bilderbuch von
Sibylle von Olfers „Was Marilenchen erlebte!“ ist wunderbar nostalgisch
und genau das macht den Reiz aus. Über Generationen hinweg war die Wintergeschichte
von Marilenchen vielen Kindern bekannt, wurde aber immer wieder in Farbe und
Geschmack der jeweiligen Zeit angepasst. Diese nun vorliegende Ausgabe ist ein
Nachdruck der Erstausgabe aus dem Jahr 1905 und ist anhand der Originalillustrationen
von Sibylle von Olfers reproduziert worden.
„Was Marilenchen erlebte!“ ist ein bezauberndes Wintermärchen,
das Kinder erfreuen wird und Erwachsene wiederentdecken können!
Autorenportrait:
Sibylle von Olfers wurde 1881 in Ostpreußen geboren. Ihre erste künstlerische
Ausbildung erhielt sie während eines Aufenthaltes in Berlin bei ihrer Tante,
der Malerin und Schriftstellerin Marie von Olfers, die selbst Kinderbücher
schrieb und illustrierte. Mit 24 Jahren trat sie als Ordensfrau den Schwestern
der heiligen Elisabeth in Königsberg bei. Diese ermöglichten ihr ihre
künstlerische Ausbildung an der Kunstakademie in Lübeck fortzusetzen.
Anschließend arbeitete sie an einer katholischen Volksschule als Zeichenlehrerin.
„Marilenchen“ war ihr erstes Bilderbuch, danach folgte das zweifellos
bekannteste ihrer Werke „Etwas von den Wurzelkindern“. Es erschien
im Jahre 1906 im Verlag J.F. Schreiber, dem heutigen Esslinger Verlag. Weitere
erfolgreiche Kinderbuchveröffentlichungen folgten. Sibylle von Olfers hätte
wohl noch viele schöne Bilderbücher geschaffen, wäre sie nicht
bereits 35-jährig an einer Lungenentzündung gestorben.
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