Planen – Bauen – Fahren in der Spurweite H0
Von der Premium-Startpackung bis zum digitalen Mehrzugbetrieb
(pr).
Frage: Was unterscheidet einen Mann von einem Jungen? Antwort: Die Spielzeuge
werden teurer. Und komplizierter, möchte man sagen, angesichts der vielfältigen
Möglichkeiten, die das Sachbuch „Planen – Bauen – Fahren
in der Spurweite H0“ von Autor Klaus Eckert sowie den beiden versierten
Modellbahnbauern Elvis Müller und Michael Siemens präsentiert. Grundlage
einer äußerst umfangreichen und detailverliebten Anlage ist das „Märklin
Digital-System“, das die Steuerung von bis zu 80 Zügen erlaubt.
Eine kurze Übersicht der fünf „Märklin“-Epochen hilft
dem Anfänger, sich für die Zeit zu entscheiden, die seinem ästhetischem
Empfinden und seinen Zielen am nächsten kommt. Eine ausführliche Einleitung
in die Welt von „Märklin Digital“, bringt Licht in ein nicht
ganz einfaches System. Auch der Gleisbau ist kurz erläutert und offenbart
Anfängern die großen Möglichkeiten.
Dann geht es an die Planung: Was alles beachtet werden muss, zeigt das Kapitel
„Vor dem Planen: bitte träumen“. Die Epoche, Fahrzeugvielfalt,
Größe der Anlage, Streckenführung und viele andere Details sollten
reiflich überlegt werden. Was es alles zu bedenken gibt und wie die Trasse
auch am PC entworfen werden kann, wird leicht verständlich erklärt.
Der Bau des Holz-Fundamentes mit allen Ebenen und das Verlegen von Gleisen und
Kabelsträngen ist übersichtlich, mit anschaulichen Bildern und vielen
Tricks und Kniffen erläutert und wird auch dem Anfänger gelingen.
Der Elektrik ist ein ebenfalls sehr umfangreiches Kapitel gewidmet, so dass
auch hier nicht viel schief gehen sollte.
Eine eigene Brücke zu bauen, die perfekt in Landschaft und Ambiente passt,
ist umfangreicher und zeitaufwendiger, als der Laie vermuten würde. Wie
ein echter Hingucker entsteht, ist anschaulich und leicht nachvollziehbar in
einem eigenen Abschnitt zu sehen.
Der Bau der perfekten Landschaft, inklusive Berge, Hügel, Wälder und
unendlich vielen Details, sowie die Fertigstellung einer Stadt mit Straßenführung
und Bürgersteigen, wird dargelegt. Wer seine Eisenbahnen noch mit Schmutzspuren
oder ähnlichem versehen möchte, findet hier reichlich Tipps und Anregungen.
Der Fahrspaß kommt natürlich nicht zu kurz und es werden viele Möglichkeiten
der Verfeinerungen, wie der Steuerung durch den PC, genannt.
Aus den vielen Fotografien, überwiegend von Klaus Eckert, Elvis Müller
und Michael Siemens gemacht, der Strecke und der Arbeiten kann der Betrachter
einerseits viele Arbeitsmethoden lernen und andererseits sehen, wie seine Strecke
aussehen könnte. Doch auch für alle, die nicht mit dem Gedanken spielen,
selbst tätig zu werden, bieten die Bilder immer wieder Grund zu staunen,
mit welcher Liebe zum Detail die Bastler zu Werke gingen. Größere
Aufnahmen, die die Pracht der kompletten Bahn zeigen, hätten dem Buch allerdings
gut getan. Sehr beeindruckend sind auch einige abgedruckte Aquarelle, auf denen
Peter Bomhard seine Vorstellungen einer Strecke zu Papier brachte. Das umfangreiche
Glossar erklärt noch einmal wichtige Begriffe, und ein Register hilft beim
Nachschlagen.
Letztendlich zeigt „Planen – Bauen – Fahren in der Spurweite
H0“, dass prinzipiell alle Ideen verwirklicht werden können, wenn
die Tüftler nur hartnäckig und kreativ genug sind. Der Laie findet
Hilfe, um seine Träume zu verwirklichen, und der Profi wird sicher die
eine oder andere Anregung in dem von „Märklin“ autorisierten
Sachbuch entdecken.
Autorenportrait:
Klaus Eckert ist Fotograf, Journalist und Buchautor mit dem Spezialgebiet Eisenbahnen
und Modelleisenbahnbau. Er ist außerdem Autor von „Das
Gleisbahnbuch“.
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