Barry Trotter und die überflüssige Fortsetzung
Band 2 der schamlosen „Harry-Potter“-Parodie
(pr).
Nach dem überraschenden Erfolg von „Barry
Trotter und die schamlose Parodie“ ist nun der zweite Band
da: Der satirische Roman „Barry Trotter und die überflüssige
Fortsetzung“ von Autor Michael Gerber ist eine humorvolle Parodie auf
den „Harry Potter“-Kult. Das Buch, von Heinrich Anders und Tina
Hohl aus dem Englischen übersetzt, beginnt mit einer Warnung: Es gibt einen
„Hinweis für Sensible“, denen dringend vom Lesen „Barry
Trotters“ abgeraten wird.
Barry Trotter feiert mit seiner Familie und zahlreichen Freunden seinen 38.
Geburtstag. Einer der Gäste ist Valumart, der einst Barry Trotters Eltern
tötete und auch ihm nach dem Leben trachtete, bis er erkannte, dass der
Junge sich gut vermarkten ließe: „Ein Hexengebräu aus schwerer
Schufterei, hartnäckigen Lügen und der Unaufmerksamkeit der Muddel
hatte dafür gesorgt, dass die Zauberwelt jahrhundertelang geheim geblieben
war – bis eine Muddeljournalistin namens J. G. Rollins einen verpickelten,
unbeherrschten jungen Zauberer, der gerade die hormonellen Wirren der Pubertät
durchlebte, für Millionen von Menschen zum Idol machte.“
Nigel, Sohn von Barry Trotter und Hermeline Cringer, soll auf die Zauberschule
„Hoghwash“ gehen, auf der auch die Beiden die Kunst des Zauberns
erlernten. Doch Nigel will gar nicht dorthin, sondern viel lieber auf eine normale
Muddelschule mit ganz gewöhnlichen Kindern. Hermeline und Barry begleiten
ihren Sohn, weil sie zu einem Klassentreffen eingeladen sind. „Trotz
seiner Berühmtheit war der Bahnsteig 3,14 total verdreckt, seit das Zauberallerleiministerium
den Hogwash-Express (mittlerweile in Hogwash Depress umbenannt) privatisiert
hatte. Heutzutage war die Fahrt nach Hogwash eine Dantesche Prüfung aus
Pannen und Verspätungen, astronomischen Preisen und nach Pisse mit einem
Hauch Myrrhe stinkenden Toiletten – und stinklangweilig war sie obendrein.“
Doch auf „Hogwash“ kommt alles ganz anders als erwartet: Nigel hat das riesige Problem, gar nicht zaubern zu können. Deshalb landet er bei den Versagern im Haus „Grittyfloor“ und dort in der Hierarchie ganz unten. Das Klassentreffen der ehemaligen Schüler findet nicht statt, denn Direktor Malfies wird tot aufgefunden. Hermeline und Barry vermuten, dass er ermordet wurde. Die Beiden werden überraschend zu vorübergehenden Ersatzdirektoren ernannt. Ob Nigel noch ein guter Zauberschüler wird und seine Eltern sich mit dem neuen Job in Gefahr bringen?
Bissig und zungenfertig wird mit dem zweiten Teil von „Barry Trotter und
die überflüssige Fortsetzung“ der „Harry Potter“-Kult
aufs Korn genommen. Michael Gerber hat eine phantasievolle Parodie geschrieben.
Schonungslos verkehrt er die „heile Harry Potter-Welt“ mit Guten
und Bösen in die „kaputte Barry Trotter-Welt“, in der alle
ein bisschen verrückt sind. Köstlich sind auch die Anspielungen auf
die Namen der „Harry Potter“-Geschichte.
Der satirische Roman „Barry Trotter und die überflüssige Fortsetzung“
ist amüsant geschrieben und voller Humor, zum Teil etwas derb und deshalb
nicht für jeden geeignet. Menschen, die „Harry Potter“ lieben,
sollten „Barry Trotter“ lieber aus den Fingern lassen, und auch
sonst heißt es: Lesen auf eigene Gefahr!
Autorenportrait:
Michael Gerber, geboren 1969, ist Amerikaner, aber das ist nicht schlimm, weil
er nämlich „Monty Python“ gut findet und amerikanische Komiker
doof, sich selbst vielleicht einmal ausgenommen. 2003 erschien „Barry
Trotter und die schamlose Parodie“.
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