Wo der Wein wohnt
Die Landschaften, Häuser, Keller und Gassen des österreichischen Weines
(tik).
„’S wird a Wein sein und mir wern nimmer sein, ’s wird
schene Madln ge’m und mir wern nimmer le’m.“ Woher genau
diese alte österreichische Volksweisheit stammt, kann heute wohl niemand
mehr mit Sicherheit sagen. Anzunehmen ist jedoch, dass sie ihren Ursprung in
einem der großen Weinanbaugebiete hat, dem Burgenland etwa oder natürlich
der Steiermark. „Wo der Wein wohnt“ ist Berndt Anwanders ausführlicher
Reiseführer für all jene, die sich hier gerne einmal auf die Suche
nach den Wurzeln österreichischen Weins und der Weinkultur machen würden.
In vier ausführlichen Kapiteln werden neben den genannten noch die ebenfalls
berühmten Anbaugebiete von Niederösterreich und Wien behandelt. Ein
ausführlicher Text beschreibt das Land und seine Leute. Auch die Geschichte,
natürlich immer in Verbindung mit dem Wein, kommt nicht zu kurz, etwa die
große „Panscherei“ von 1985, als Winzer ihren Wein mit Glykol
versetzten.
Bei der Orientierung auf den Reisrouten durchs ländliche Österreich
hilft eine Reihe von Karten, die man sich manchmal etwas ausführlicher
wünschen würde. Dafür sind die übersichtlich gestalteten
Kapitelenden umso hilfreicher. Zu jeder Weinregion finden sich hier die wichtigsten
Winzer mit Adresse, Telefonnummer und gegebenenfalls e-Mail-Adresse, außerdem
Tipps zu Unterkunft in Gasthäusern, ebenfalls mit Adressen, und natürlich
die Anschriften verschiedener Tourismusbüros. Einzig die gelegentlich eingearbeiteten
Werbeanzeigen stören ein wenig.
Mit „Wo der Wein wohnt“ lässt sich ohne Zweifel eine professionelle
Weinprobe in Österreich organisieren. Man muss aber gar kein Kenner sein.
Ein Glaserl Wein trinkt jeder gerne, und für einen kulinarischen Wochenendtrip
durch die Alpenrepublik ist der Reiseführer genauso gut zu gebrauchen.
Autorenportrait:
Berndt Anwander, Dipl. Ing., geboren 1960 in Bregenz, lebt in Wien und hat zahlreiche
regionale Bücher publiziert.
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