Tricky Business
Dirk Bach liest Dave Barrys rasante Komödie
(pr).
„Es wird immer schlimmer, sagte der Kapitän. Da braut sich ein
Sturm zusammen, Tropensturm Hektor. Im Wetterbericht heißt es... –
Der Wetterbericht interessiert mich einen Scheißdreck. Von mir aus kann
es der Hurrikan Shakira sein. (…) Es ist für heute Nacht geplant.
Und wir arbeiten nach Plan, wie immer “. Nicht nur der Mafiaboss
ist unerbittlich. So beginnt das Hörbuch „Tricky Business“
nach dem gleichnamigen Roman von Dave Barry. Die Geschichte wird von Dirk Bach
gelesen, und der ist mindestens ebenso komisch und gnadenlos wie der Autor und
seine Geschichte.
Während ein gefährlicher Tropensturm heraufzieht, treffen Crew und
Passagiere auf einem schrottreifen Schiff ohne böse Vorahnung aufeinander.
Fay, die allein erziehende und überforderte Kellnerin, muss genauso wie
die kiffenden Bordmusiker „Johnny und die Prellungen“ trotz
der eindeutigen Sturmwarnung ihren allabendlichen Dienst auf dem schrottreifen
Casinoschiff „Melodie der Meere“ antreten. Ebenfalls mit an Bord
in dieser stürmischen Nacht sind auch Arnie und Phil, zwei wirklich alte
Herren, die aus dem „Senilenheim der schnöden Dünste“
abgehauen sind. Sie wollen eine unvergessliche Nacht erleben, ahnen jedoch nicht
im Geringsten, wie unauslöschlich diese werden wird.
Während die anderen Casinogäste sich an den Spielautomaten und Spieltischen
vergnügen und einen großen Bogen um das ungenießbare Büffet
machen, laufen im Hintergrund die Vorbereitungen für einen Drogendeal der
Mafia aus Miami. Allerdings plant auch der durchgeknallte Schiffseigner einen
Coup, mit dem keiner gerechnet hat. Ob das Schiff den Sturm übersteht und
wie die kleine Blechente vom Cover mit allem verknüpft ist, bleibt dem
Hörer überlassen, es selbst herauszufinden.
Die Handlung in „Tricky Business“ hat zwar nicht die größte
Bedeutung, aber überdrehte Situationskomik, schräge Episoden und schwarzer
Humor, aus dem Amerikanischen von Edith Beleites übersetzt, sind die bedeutenden
Stärken des bissigen Satirethrillers. Das Besondere an dem Hörbuch
allerdings ist Dirk Bach: Seine brillant verschiedenen Stimm- und Tonlagen erwecken
die Figuren zum Leben und lassen eine skurriler als die andere wirken. Der Sprecher
mit seinem großen Gespür für Humor hat hörbar selbst großen
Spaß an der rasanten Komödie.
In dem Booklet stößt man zunächst auf eine eindeutige Warnung
des Autors Dave Barry: Vorsicht Schimpfwörter. „Wenn Sie keine
Schimpfwörter hören wollen, dann hören Sie bitte dieses Hörbuch
nicht! Danke!“ Ein nebenstehender Auszug aus dem Buch soll dem Hörer
einen ersten Eindruck der Geschichte vermitteln, ist aber leider kein Beleg
für die vorherige Warnung. Inhaltsverzeichnis, drei lobende Rezensionen
zu Dave Barrys Werk und die Portraits von Autor und Erzähler machen das
übersichtliche Booklet komplett.
„Tricky Business“ ist ein turbulentes Hörvergnügen bizarrer
Situationskomik, zynisch-bissiger Anekdoten, eine kuriose Geschichte voll schräger
Überraschungen!
Autorenportrait:
Dave Barry, 1947 in Armonk, New York geboren, wurde schon im Jahre 1965 in der
Pleasantville High School zum Klassenclown gewählt. Er studierte Englisch
und arbeitete nach seinem Examen bei den „Daily Local News“ in West
Chester, Pennsylvania. Später gab er acht Jahre lang Kurse über erfolgreiches
Schreiben. Seit 1983 arbeitet er für den „Miami Herald“. 1988
gewann er zu seinem eigenen Erstaunen den Pulitzer Preis für Kommentare.
Seine Kolumne erscheint inzwischen in über hundert Zeitungen. Laut „New
York Times“ ist er der „komischste Mann Amerikas“.
Er lebt mit Frau, Kind und Hunden in Miami.
Erzählerportrait:
Dirk Bach, 1961 in Köln geboren, wusste schon früh, dass er Schauspieler
werden wollte. Er stand bereits in jungen Jahren für Studententheater und
mehrere freie Gruppen in Amsterdam, Utrecht, Brüssel, Wien, London und
New York auf der Bühne. 1992 startete seine „Dirk-Bach-Show“
gefolgt von der Comedy-Serie „Lukas“. Dafür erhielt er 2000
den „Deutschen Comedypreis“ und 2001 die „Goldene Kamera“.
Neben seinem komödiantischen Talent ist auch seine Stimme sehr gefragt:
Er sprach 52 Folgen der Zeichentrickserie „Oggy und die Kakerlaken“
sowie das ausführliche Hörbuch „Die
13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär“. Er
bekam dafür 2003 den „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“.
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