The Day After Tomorrow
Der Roman zum Film
(sl).
Schon heute gehört „The Day After Tomorrow“ zu den spektakulärsten
Katastrophenfilmen der Kinogeschichte. Der gleichnamige Roman zum Film von Whitley
Strieber, nach dem Drehbuch von Roland Emmerich und Jeffrey Nachmanoff, steht
dem – zumindest was die Spannung betrifft – in nichts nach: Klimaforscher
Dr. Jack Hall versucht seit langem zu beweisen, dass ein tödlicher Eissturm
als Folge der Klimaveränderungen die Menschheit bedroht. Doch die amerikanische
Regierung schlägt seine Warnungen in den Wind. Bis sich die Ereignisse
überschlagen: Der britische Wissenschaftler Dr. Gerald Rapson stellt fest,
dass sich der Nordatlantikstrom nach Süden verlagert hat – mit verheerenden
Folgen. Zwei sogenannte „Megazellen“ brechen über Nordamerika
herein: Los Angeles wird von vier Tornados verwüstet, New York von einer
riesigen Flutwelle überrollt. Und eben dort befindet sich Sam, Dr. Halls
einziger Sohn.
Sam kann sich mit seinen Freunden Laura und Brian in die Stadtbibliothek in
Manhattan retten, und bevor das steigende Flutwasser das Münztelefon überschwemmt,
gelingt es Sam, seinen Vater in Washington anzurufen. Der warnt seinen Sohn
eindringlich: „Geh nicht nach draußen. Mach Feuer und verbrenne
alles, was du finden kannst, um dich warm zu halten. Harre aus. Ich werde kommen
und dich holen. Ich verspreche es dir.“ Dass Sam in der Bibliothek
nun gerade Bücher als Brennstoff nimmt, anstatt erst das hölzerne
Mobiliar zu verfeuern, wird dem Bücherfreund in der Seele wehtun. Doch
schon jetzt ist „The Day After Tomorrow“ so spannend, dass man darüber
hinwegfliegt, um atemlos zu verfolgen, wie Sam und seine Freunde versuchen,
sich gegen den über New York hereinbrechenden Eissturm, den Dr. Jack Hall
vorausgesagt hatte, zu schützen, während sich sein Vater mit zwei
Kollegen in einem Wettlauf gegen die Zeit und die Minusgrade aufmacht, um seinen
Sohn zu retten. Ob ihm das gelingt, sei hier natürlich nicht verraten.
Auch bei diesem Buch, aus dem Englischen von Bernhard Kempen übersetzt
und leider ohne Fotos aus dem Film, stellt sich wieder mal die „Gretchen-Frage“:
Erst das Buch lesen und dann den Film sehen oder umgekehrt? Tatsache ist, dass
die Leser, die den Kinofilm „The Day After Tomorrow“ bereits gesehen
haben, doch immer wieder die beeindruckenden Specialeffects vor Augen haben
werden, die nun mal kein Roman der Welt ersetzen kann. Tatsache ist aber auch,
dass der Roman die Möglichkeit bietet, sich auch nach einem Kinobesuch
nochmals tiefgehender mit der Aussage des Films zu beschäftigen und das
eine oder andere, was im Film zu schnell an einem vorbeigerauscht ist, hier
nochmals auf sich wirken zu lassen. Wer den Film nicht kennt, kommt sowieso
auf seine Kosten, denn „The Day After Tomorrow“ ist ein spannender
Science-Fiction-Roman, der einen im wahrsten Sinne des Wortes erschaudern lässt!
Autorenportrait:
Whitley Strieber gelang der ganz große Durchbruch als Horrorschriftsteller.
Neben seinem Beruf als Autor moderiert er seine eigene Radiosendung „Dreamland“.
Er lebt mit seiner Frau in San Antonio, Texas.
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