Mythos Barolo
Die umfangreiche Geschichte vom „König der Weine“
(pr).
„Mythos Barolo“ ist ein wunderbarer Streifzug durch Vergangenheit
und Gegenwart des „Königs der Weine“, der durch das
Vorwort von Luigi Veronelli eingeleitet wird.
Journalist Maurizio Rosso, selbst Barolo-Winzer, erzählt liebevoll von
Legende und Geschichte des piemontesischen Weines, der aus der Nebbiolo-Traube
gewonnen wird und „einer der größten reinsortigen Weine
der Welt“ ist. Erstmals in Schriften von 1751 taucht der Begriff
„Barolo“ im Zusammenhang mit einer Weinlieferung nach England auf.
Es wird von Grafen Mitte des 19. Jahrhunderts berichtet, die als erste die Region
als das beste Gebiet für Nebbiolo entdeckten, sowie von der hohen qualitativen
Entwicklung des Rebensaftes im Laufe der Zeit.
Anschließend stellt der Autor das Gebiet für Barolo-Anbau vor und
erläutert die jahrzehntelangen Änderungen der geographischen Eingrenzung.
Im Abschnitt „Der Barolo und seine Gesetze“ geht es um die Produktionsvorschriften
des Weines. Danach wird die Entwicklung der „Weinbereitung“ dargestellt.
Am Ende des ersten Teils sollen Leser „Barolo genießen“. Maurizio
Rosso beschreibt darin unter anderem die Jahrgänge des Weins ab 1868. Wiederholt
lässt er andere Autoren, die in schönen Worten oder besonders treffend
von dem besonderen Traubensaft erzählen, für sich sprechen, aus dem
Italienischen von Kerstin Finco übersetzt.
Der zweite Teil des Bildbandes „Mythos Barolo“ ist den heutigen
„Barolo“-Winzern und ihrer Arbeit gewidmet. Maurizio Rosso hat 35
der rund 200 Erzeuger interviewt. Nach kurzen Berichten über sie kommen
die Winzer selbst ausführlich zu Wort. „Sie vermitteln ein breitgefächertes
Spektrum an Informationen über den Barolo, seine Crus und die unterschiedlichen
Stilrichtungen bei der Kelterung und Lagerung.“ Darüber hinaus
erzählen sie von jahrhundertealter Familientradition und persönlicher
Wein-Philosophie.
Ebenso faszinieren und begeistern die eindrucksvollen, verschiedenformatigen
Fotos. Farbenfroh und stimmungsvoll dokumentiert Fotograf Chris Meier die piemontesische
Gegend und die dortige Arbeit in Weinanbau und Weinverarbeitung. Die interviewten
Winzer hat er gelungen in großen Schwarzweißporträts festgehalten.
Zudem enthält das Buch „Mythos Barolo“ alte Lichtbilder und
Abbildungen anderer Schätze vergangener Tagen.
Am Ende des Bildbandes „Mythos Barolo“ gibt es darüber hinaus
zahlreiche Informationen: eine Gliederung der Anbaugebiete des Barolo, Bilder
der verschiedenen Etiketten, „Die Chronologie des Barolo“ als kurzen
Abriss, ein ausführliches Glossar verwendeter Fachbegriffe und eine Liste
sämtlicher Barolo-Winzer.
„Mythos Barolo“ hat bereits eine Auszeichnung erhalten: die Goldmedaille
der „Gastronomischen Akademie Deutschland“. Gelungen verbindet Maurizio
Rosso sein eigenes Wissen und seine Liebe zu dem besonderen Wein mit den Ansichten
anderer Winzer der piemontesischen Gegend. Der opulente Bildband empfiehlt sich
vor allem für Genießer von Wein, insbesondere Liebhaber des Barolo,
Freunden der italienischen Landschaft und seiner Einwohner, sowie Interessenten
von Geschichte!
Autorenportrait:
Maurizio Rosso wurde 1963 in Alba als Sohn einer piemontesischen Winzerfamilie
geboren. Er studierte Sprach- und Literaturwissenschaften an der Universität
Venedig-Ca’ Foscari und an der University of California-Santa Cruz. Seit
1985 ist er Journalist und Publizist. Zusammen mit seiner Familie produziert
er Barolo.
Fotografenportrait:
Chris Meier, 1951 geboren in Stuttgart, ist Fotograf mit Schwerpunkt Food und
Stillife. Er arbeitet für Werbeagenturen, Magazine und Buchverlage. Als
Feinschmecker und begeisterter Hobbykoch schätzt er besonders die Küche
und die Weine Italiens. Im Piemont lernte er den „König Barolo“
kennen und schätzen. Die Bilder dieses Buches sind seine Hommage an die
Maestri di Barolo. Er ist außerdem Fotograf des Bildbandes „Weinmacher
in Württemberg“.
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