Mit Babar im Museum

Kunst auf elefantisch

Mit Babar im Museum(gjk). Babar ist wieder da! Laurent de Brunhoff zeigt Kindern und Erwachsenen in seinem Bilderbuch „Mit Babar im Museum“ die berühmtesten Kunstwerke aus aller Welt, die er in seinen Illustrationen auf „elefantisch“ dargestellt hat.


König Babar und seine Frau Celeste bemerken bei einer Ballonfahrt über Celesteville, dass der Bahnhof leer steht, weil alle Elefanten lieber mit den Autos fahren anstatt die Bahn zu benutzen. Bekümmert denkt Celeste, wie schade es wäre, das schöne Bahnhofsgebäude einfach abreißen zu lassen. Dabei kommt sie auf die Idee, den Bahnhof in ein Museum zu verwandeln. „Wir brauchen doch einen Platz für die Bilder, die wir gesammelt haben“, bemerkt sie. Sofort machen sich die Elefanten an die Arbeit: Die Umbauarbeiten beginnen, und sobald alles fertig ist, werden die Kunstwerke aus Babars Palastkeller in das neue Museum hinübergetragen und an die Wände gehängt.


Am Eröffnungstag sind die kleinen Elefanten der Königsfamilie besonders aufgeregt, weil sie noch niemals in einem Museum gewesen sind. „Ist das wie in der Schule? Ist das wie in der Kirche?“, fragen sie durcheinander. Doch Celeste bittet die Elefantenkinder nur, sich die Bilder genau anzusehen und ihr zu sagen, was ihnen daran gefällt. Sie sehen andere Prinzessinnen und Prinzen, Elefanten beim Picknick auf dem Feld oder bei einem Kartenspiel in einem Café. Der altkluge Cornelius wirft natürlich immer wieder ein, dass die Maler dieser Bilder etwas ausdrücken wollten, doch es wird ihm dabei nicht viel Beachtung geschenkt. „„Sie müssen überhaupt nichts sein oder bedeuten“, sagt Babar. „Es gibt keine Regeln, die uns sagen, was Kunst eigentlich ist.“


In dem neuen Museum können auch die Leser versuchen zu erkennen, welches Original der „elefantischen“ Kopie in den Illustrationen von Laurent de Brunhoff als Vorbild diente. Werke berühmter Künstler wie Peter Paul Rubens, Eduard Manet, Leonardo Da Vinci wurden in „Mit Babar im Museum“ neu besetzt: Eine Elefanten-Mona-Lisa lächelt uns entgegen, mit einer Toga bekleidete Elefanten aus der Antike nehmen am „ländlichen Konzert“ von Tizian teil und bei Edvard Munchs „Schrei“ greift sich ein erschrockener Elefant ins Gesicht. Die Auflösung befindet sich am Ende des Buches, aus dem Englischen von Veronika Straass übersetzt. Dort ist auch das beigelegte großformatige Poster mit den originellen Elefantenkunstwerken befestigt, das sich alle Babar-Fans an die Wand hängen können.


Das Bilderbuch „Mit Babar im Museum“ bereitet sehr viel Vergnügen: Die Älteren können versuchen, die Meisterwerke zu erkennen, und die Jüngeren werden ihre Freude daran haben, zusammen mit der Königsfamilie aus Celesteville an die Kunst herangeführt zu werden. Nicht nur für begeisterte Babar-Freunde ein künstlerischer Spaß!


Autorenportrait:
Laurent de Brunhoff, geboren 1925, lernte Babar zuerst als Gutenacht-Geschichte seines Vaters kennen. Vater Jean de Brunhoff (1899-1936) schrieb die ersten sieben Babar-Bücher, sein Sohn setzt die Reihe seit 1946 fort – neben seiner Tätigkeit als abstrakter Maler. Der Franzose lebt und arbeitet seit 1985 in Connecticut in den USA.

Mit Babar im Museum

Laurent de Brunhoff
Mit Babar im Museum
Aus dem Englischen von Veronika Straass
Knesebeck Verlag, München
ISBN 3-89660-213-6
Deutsche Erstausgabe 2004, 44 Seiten, durchgehend farbig illustriert, mit Poster, Halbleinen gebunden, Format 23 x 32 cm.
Unverbindliche Preisangabe: € 14,95 (D) / € 15,40 (A) / sFr 27,30

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