Meine griechische Taverne
Ein Sommer auf Patmos
(gjk).
Tom Stone erzählt in seinem authentischen Roman „Meine griechische
Taverne“ von jenem Sommer auf Patmos, als er seinen Wunsch von einem eigenen
Restaurant für kurze Zeit realisieren konnte.
In jungen Jahren fährt der Amerikaner nach Griechenland, um sich von dem
Zauber dieser fremden Kultur inspirieren zu lassen und seinen ersten Roman zu
schreiben. Doch dort begegnet er Danielle, einer französischen Malerin,
die nicht nur seine große Liebe ist, sondern auch seine Frau wird. So
werden aus dem mehrmonatigen Aufenthalt prompt einige Jahre.
Eines Abends erreicht sie der Anruf eines Freundes, ob die beiden nicht dessen
Taverne auf Patmos für einen Sommer mieten wollen. Mittlerweile lebt das
Ehepaar mit seinen zwei Kindern, Sara und Matt, auf Kreta. Von finanziellen
Schwierigkeiten etwas belastet, überlegt sich Thomá, wie Tom Stone
von seinen griechischen Freunden genannt wird, mehrmals, ob er auf das Angebot
eingehen sollte. Schließlich entscheidet er sich, seinem Traum von einem
eigenen Restaurant eine Chance zu geben und packt diese einmalige Gelegenheit
beim Schopfe.
Obwohl ihn alle davor warnen, von dem Vermieter und Freund Theológos
ausgenommen zu werden, bleibt sein Enthusiasmus ungetrübt. Auch als sich
ihm immer mehr Hindernisse in den Weg stellen, gibt er sich nicht geschlagen:
Zunächst möchte er die Taverne, die den Namen „Die Schöne
Helena“ trägt, gemeinsam mit einer Bekannten aus Athen pachten. Doch
Theológos stellt sich ihm in den Weg, weil den Dorfbewohnern die Hauptstädter
nicht ganz geheuer sind. Also lässt sich Tom allein auf das Abenteuer ein.
Dann muss er aber feststellen, dass der mit Theológos abgemachte Preis
so unstet ist wie die Wogen des ägäischen Meeres. Und als der passionierte
Ferienkoch seine Taverne zwei Tage früher eröffnet als geplant, um
von weit hergereisten Freunden einen Gefallen zu tun, nimmt Theológos
die Gewinne des Abends ganz allein für sich in Anspruch. Über all
das sieht Thomá tapfer hinweg und arbeitet rund um die Uhr, während
die zu Anfang gedachte Traumvorstellung von einem eigenen Restaurant immer mehr
zu harter Knochenarbeit wird.
Neben seinen Erfahrungen in der griechischen Taverne schildert Tom Stone auch
die Lebensweise der Griechen, aus dem Amerikanischen von Renate Reinhold übersetzt.
Ihre Mentalität ist geprägt von Listigkeit, Scharfsinn und südländischem
Temperament. Oftmals prallen daher kulturelle Unterschiede aufeinander, als
Theológos und Tom den Betrieb der Taverne gemeinsam in die Hand nehmen.
Doch schließlich glaubt auch der Amerikaner an den urgriechischen Aberglauben,
wie zum Beispiel an den bösen Blick: „To Kakó Máti“.
Wird dieser neidvolle Blick auf jemanden geworfen, so kann es schnell passieren,
dass dieser nur noch vom Unglück verfolgt wird. So kommt sich Tom Stone
jedenfalls vor, als er nebst der harten Arbeit in der Taverne immer mehr Unannehmlichkeiten
ausgesetzt ist... .
Im Anhang des Romans „Meine Griechische Taverne“, dessen Originaltitel
„The Summer of my Greek Tavérna“ lautet, finden sich alle
Rezepte, die einst auf der Speisekarte der „Schönen Helena“
standen, von chinesischem Huhn mit Gurken über griechische Fleischbällchen
bis zur Spezialität des Hauses: „Toms Moussaka“ oder auch als
„Moussaká Thomá“ bekannt.
„Meine griechische Taverne“ ist eine delikat leichte Kost mit der
richtigen Prise hellenischen Geschmacks!
Autorenportrait:
Tom Stone arbeitete zehn Jahre am Broadway, bevor er das hektische New York
verließ, um in der Abgeschiedenheit und Ruhe der ägäischen Insel
Patmos seinen ersten Roman zu vollenden. Was als zeitlich eng umrissener Arbeitsurlaub
gedacht war, sollte sich über 22 Jahre erstrecken und ihm eine einzigartige
zweite Heimat bescheren. Neben seinen griechischen Memoiren verfasste er einen
Roman, zahlreiche Bücher über Griechenland und mehrere Drehbücher.
Heute lebt er in Venice, Kalifornien.
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