King Arthur
Original Score
(sl).
Filmmusikkomponist Hans Zimmer gehört schon lange zur ersten Liga Hollywoods.
Das beweist er einmal mehr mit seinem Soundtrack zum Film „King Arthur“.
Auch wenn die CD nur sieben Tracks beinhaltet, was einem im ersten Moment sehr
wenig vorkommt, so sind die Stücke selbst im Durchschnitt acht Minuten
lang. Im Booklet sind außerdem fünf Fotos aus dem Film abgebildet.
Gleich das erste Lied „Tell Me Now (What You See)“, das im Film
selbst erst im Abspann läuft, erinnert sehr an die Filmmusik zu „Der
Herr der Ringe“. Mit mystisch-klangvoller Stimme zieht Moya Brennan den
Hörer in ihren Bann, die übrigens die Schwester von Enya ist. Bei
„Budget Meeting“ treiben Choräle und Trommelrhythmen den Hörer
an und lassen das Schlachtgetümmel auch für denjenigen deutlich werden,
der „King Arthur“ noch nicht gesehen hat. Hans Zimmer bringt in
seinem Soundtrack ganz artfremde Instrumente wie Dudelsack und Violine dazu,
harmonisch zu klingen.
Humor hat Hans Zimmer bei der Betitelung seiner Songs bewiesen: In Anlehnung
an den bekannten Titel von Rod Stewart „Da Ya Think I’m Sexy“
wurde ein „Do You Think I’m Saxon?“. Der Pink Floyd-Klassiker
„Another Brick In The Wall“ diente als namensgebende Vorlage für
„Another Brick In Hadrian’s Wall“. Und aus dem Sprichwort
„Road To Ruin“ wurde ein „Woad To Ruin“ (Woads heißen
in „King Arthur“ die blau-bemalten Piktenkrieger).
Der Soundtrack zu „King Arthur“ ist sehr rhythmisch-fulminant. Trotz
der Untermalung mit keltischen Klängen ist die CD nicht gerade zum Entspannen
geeignet. Und leider bietet sie auch nicht sehr viel Abwechslung – zu
gleich klingen oftmals die Lieder, auch wenn die gewaltigen Orchesterpassagen
und das tragende Thema schön anzuhören sind.
Der Soundtrack zu „King Arthur“ dürfte ähnlich polarisieren
wie der Film – für den einen Hörer genial, für den anderen
eher langweilig, aber auf jeden Fall macht er die Handlung des Films greifbar
und hält den Spannungsbogen immer gespannt.
Komponistenportrait:
Hans Zimmer, am 12. September 1957 Frankfurt am Main geboren, ist der erfolgreichste
deutsche Filmmusikkomponist in Hollywood seit Erich Wolfgang Korngold und kam
in den 1980er Jahren zum Film. Zu seinen Werken gehören die Filmmusik zu
„Thelma und Louise“ und „Miss Daisy und ihr Chauffeur“.
Der bislang größte Erfolg war 1994 der Soundtrack zum Zeichentrickfilm
„Der König der Löwen“, der mit Oscar®, Golden Globe
und zwei Grammys ausgezeichnet wurde. Oscar®-Nominierungen folgten zu „The
Preacher's Wife“ 1996, „As Good as It Gets“ 1997 und „The
Thin Red Line“ 1998.
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