Extreme der Erde
Canyons, Wüsten, Hurrikans, Berge, Vulkane, Erdbeben, Ozeane, Gletscher
(pr).
Nach dem höchsten Berg der Welt gefragt, werden die meisten Menschen wohl
den Mount Everest nennen. Damit liegen sie natürlich nicht völlig
falsch, denn mit seinen 8.850 Metern ist er tatsächlich der höchste
Gipfel der Erde – auf dem Land. Übertroffen wird er allerdings von
einem Berg namens „Mauna Kea“ auf der hawaiischen Hauptinsel, der
von seinem Fuß am Meeresgrund bis zum Gipfel gewaltige 9.754 Meter misst.
Diese und viele andere erstaunliche Tatsachen über die „Extreme der
Erde“ liefert der gleichnamige Bildband der National Geographic Society.
Aufgeteilt nach den vier Elementen Erde, Luft, Feuer und Wasser kann der Leser
die vielfältigen Natur- und Wetterphänomene entdecken. Zu jedem der
„Extreme“ findet man die beeindruckende Geschichte, begleitet von
farbenprächtigen Fotografien sowie die genauen wissenschaftlichen Daten,
wenn es möglich war auch mit Angabe der Koordinaten. Passend zum entsprechenden
Thema sind verschiedentlich kurze Erzähltexte expeditionserprobter Autoren
eingestreut, von Barbara Kiesewetter übersetzt. Bereichert wird das Material
durch geeignete Zitate bekannter Persönlichkeiten, wie Friedrich Nietzsche,
bis hin zu Augenzeugenberichten, wie der eines Landarbeiters, der einen Tsunami,
eine durch Erdbeben oder Vulkanausbrüche ausgelöste Serie von Meereswellen,
überlebt hat.
Besonders außergewöhnliche oder dramatische Ereignisse wie etwa „Die
tödlichsten dokumentierten Vulkanausbrüche der Erde“ werden
zusätzlich auf einer Doppelseite vor schwarzem Hintergrund graphisch dargestellt.
Mit derartig extremen Naturphänomenen sind natürlich häufig Katastrophen
und menschliches Unglück verbunden, Schönes und Schreckliches liegen
dicht beieinander. Diese Verbindung kann man auch in „Extreme der Erde“
entdecken, zum Beispiel wenn von Bergexpeditionen mit tödlichem Ausgang,
Vulkanausbrüchen, vom versinken bedrohten Inseln, oder der Abholzung des
Regenwaldes die Rede ist. Abgeschlossen wird das interessante Buch von einem
Stichwortindex, den Bildnachweisen sowie einem Verzeichnis der 11 Autoren, die
die Texte beisteuerten.
Der fantastische Bildband „Extreme der Erde“ hat das Zeug dazu,
durch seine Kombination beeindruckender Bilder und spannender Texte voller Hintergrundwissen
sogar den hart gesottensten Naturwissenschafts-Muffel in seinen Bann zu ziehen.
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