Ein Haus für Bruno
Wahre Freunde findet man in der Not
(sl).
Zwei Welten treffen eines Tages aufeinander: Katie, die kleine fleißige
Frau, die so mit Haus und Garten beschäftig ist, dass sie keine Zeit für
Freunde hat und sowieso viel zu geizig ist, um irgendjemandem etwas abzugeben,
und Bruno, der große Lebemann, dessen Lieblingssatz lautet: „Morgen
ist auch noch ein Tag.“
Bruno baut eine ziemlich klapprige Hütte direkt neben Katies Garten. Die
stürmt sofort ins Haus, um einen Gartenzaun zu bauen, der ihr „das
Lumpenpack vom Hals“ hält. Doch Bruno kümmert sich nicht
darum. Er lebt in den Tag hinein, während Katie im Garten pflanzt, gießt,
Unkraut zupft und Wintervorräte anlegt. „Solltest du nicht auch
mal was Nützliches machen?“, ruft Katie zu Bruno herüber,
doch der meint, er hätte noch genug Zeit und geht lieber zum Fischen. Nur
manchmal klopft es an Katies Tür. Dann ist zwar keiner zu sehen, aber es
liegt immer eine Überraschung vor ihrer Tür, wie ein großer
Fisch.
Doch eines Tages ist der Sommer vorbei und der Herbst zieht ein. Während
Katie gemütlich in ihrem warmen Haus sitzt, pfeift es bei Bruno durch alle
Ritzen. Und dann passiert es: Eine riesige Windbö reißt Bruno das
Haus über dem Kopf weg! Ob Katie Bruno in der Not hilft, sei hier natürlich
nicht verraten… .
Ingrid und Dieter Schubert haben in ihrem Bilderbuch „Ein Haus für
Bruno“ gleich zwei moralische Botschaften verpackt: Erstens, dass Geiz
einsam macht, und zweitens, dass man das Leben zwar genießen kann, dabei
aber auch an die Zukunft denken sollte. So lernen Kinder ab vier Jahren ganz
nebenbei, welche Konsequenzen Handeln haben kann. Die Texte wurden von Andrea
Kluitmann aus dem Niederländischen übersetzt.
Das schöne Bilderbuch „Ein Haus für Bruno“ besticht durch
detailreiche und überaus liebevoll gestaltete Illustrationen, wobei Katie
mit ihrem gelben Hut doch sehr stark an die berühmte Kinderfigur „Pettersson“
erinnert, und Katies Katze auf den ersten Blick wie ein Waschbär aussieht.
Doch auch nach mehrmaligem Hinsehen entdeckt man immer wieder etwas Neues auf
den Bildern, wie eine ganze Reihe von witzigen Mäusen, die sich auf fast
jeder Seite verstecken, sodass das Buch nie langweilig wird.
„Ein Haus für Bruno“ zeigt, dass man trotz aller Unterschiede
Freundschaft schließen kann!
Autorenportrait:
Ingrid und Dieter Schubert schreiben und malen seit Jahren erfolgreiche Bilderbücher.
Zusammen haben sie an den Fachhochschulen in Düsseldorf und Münster
Grafik Design studiert und später auch unterrichtet. Sie haben zwei Töchter
und leben und arbeiten seit vielen Jahren in Amsterdam. Zu ihren Bilderbucherfolgen
zählt auch „Das
große Buch von Bär und Igel“.
© Copyright by: Public Dialog Hamburg