Die besten Rad-Geschichten
Sportler und Literaten erzählen von den vielfältigen Erfahrungen rund ums Fahrrad
(pr/sl).
Radfahren ist eine traditionsreiche Sport- und Fortbewegungsart. Gerade im Sommer
greifen immer mehr Menschen wieder zu ihren Drahteseln. Was ist die Faszination
des Fahrens auf zwei Rädern, nur bewegt von der eigenen Muskelkraft? Diese
Frage beantwortet die Anthologie „Die besten Rad-Geschichten“ von
Herausgeberin Bettina Feldweg. Bekannte Sportler und Abenteurer, aber auch berühmte
Literaten erzählen von ihren Erfahrungen und vermitteln dem Leser ein buntes
Bild der Rad-Welt, die in ihrer Vielfalt fasziniert.
Der erste Teil „Fest im Sattel – Schnelle Sprints und ferne Ziele“
des Buches „Die besten Rad-Geschichten“ ist den Sportlern und Abenteurern
gewidmet: Lance Armstrong schreibt sehr persönlich über seinen Toursieg
von 1999, Jan Ullrich und Erik Zabel berichten über ihre Erfahrungen im
Renn-Zirkus. Elena Erat und Peter Materne fuhren auf ihrer Radtour zwei Jahre
um die Welt und so wie sie, erzählen noch andere von ihren Träumen
und Qualen auf dem Fahrrad. Humorvoll kommt beispielsweise Christof Siemes zu
der Erkenntnis, dass beim Mountainbiken vor allem das Stürzen richtig gelernt
sein will. Von abenteuerlichen Routen und spannenden Begegnungen ist die Rede
und der Leser wird in eine Welt hineinversetzt, in der nur das Treten in die
Pedale und der absolute Wille, das Ziel zu erreichen, zählen.
Doch auch die andere Seite dieses Sports kommt im zweiten Teil „Aus Lust
und Liebe – Genussradler und Hobbybiker“ zur Sprache: Bernhard Schlink
schreibt von der romantischen Fahrradtour eines Pärchens, Henry Miller
erzählt von seinem Fahrrad als bester Freund, das ihm durch Liebeskummer
hilft und Freiheit symbolisiert. Mart Smeets’ Held ist Profifahrer und
berichtet in der Kurzgeschichte „Col de la Madeleine“ von den Gefahren
des Rennsports. Satirisch beschreiben Christian Ude und Thomas Grasberger die
neue Trendsportart Fahrradfahren, früher noch verpönt, heute „super-in“.
Unter anderem steuern auch Antonio Skármeta, Philippe Delerm und Régine
Deforges ihre Erlebnisse und Erkenntnisse zu dieser Anthologie bei.
In dem Buch „Die besten Rad-Geschichten“ werden dem Leser viele
verschiedene Perspektiven des Themas präsentiert, aus den unterschiedlichsten
Sichtweisen, aber immer konzentriert auf das Fahrrad und den damit verbundenen
Genüssen und Gefahren. Dank der großen Menge an Autoren variiert
auch die Art des Stils von Erzählung zu Erzählung. Manche der 23 Geschichten
machen einfach Spaß, andere lassen den Leser mitfiebern. Im Anhang sind
alle Autoren mit einem ausführlichen Portrait aufgeführt.
„Die besten Rad-Geschichten“ ist eine gelungene Anthologie, die
für jeden Geschmack etwas bietet; ein sehr gutes Buch, das der Leser am
besten nach einer langen Radtour genießt!
Herausgeberportrait:
Bettina Feldweg, Jahrgang 1966, ist Historikerin. Sie arbeitet als Verlagslektorin,
Übersetzerin und Herausgeberin erfolgreicher Anthologien, wie „Bretter,
die die Welt bedeuten“, in ihrer Heimatstadt München.
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Bettina Feldweg (Hrsg.) |
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