Der Mensch und sein Tempel – Griechenland
Bildband über die Deutung der monumentalen Bauwerke
(pr).
Jede Kultur hat ihre Götter, und in jeder Kultur gibt es Orte, an denen
diese verehrt werden. Eine besondere Beachtung durch die Wissenschaft fanden
die griechischen Tempel, denn von ihnen sind noch Unzählige erhalten und
schaffen ein besonders gutes Bild der antiken Götterverehrung. Autor Frank
Teichmann beschäftigt sich in dieser erweiterten Neuauflage des Bildbandes
„Der Mensch und seine Tempel – Griechenland“ mit der Deutung
des klassischen griechischen Tempels und dem Zusammenhang mit dem Selbstempfinden
der Gläubigen.
In seiner Einleitung macht Frank Teichmann klar, dass weder die Entwicklung
der Kultstätten, noch spezielle Tempel oder Sonderformen Gegenstand dieses
Sachbuches sind. Es geht einzig um das genannte, sehr stark begrenzte Thema.
Um dem Leser einen ersten Einblick in die Welt des griechischen Imperiums zu
geben, beschreibt der Autor in einer knappen, aber präzisen Einleitung,
den Aufstieg und Fall des griechischen Reiches. Dem schließt sich eine
Betrachtung des heiligen Ortes und dem damit verbundenen Natur- und Götterempfinden
der Griechen an. Frank Teichmanns nachfolgende Texte sind kompetent und verständlich
geschrieben und auch ohne ausführliches Vorwissen verständlich. Doch
wird der Leser sich schon eine ganze Zeit mit diesem Thema konzentriert beschäftigen
müssen, um es ganz zu verstehen, so reichhaltig und umfangreich sind diese
Ausführungen, die am Ende keine Fragen mehr offen lassen.
Im weiteren Verlauf von „Der Mensch und seine Tempel – Griechenland“
geht Frank Teichmann unter anderem auf „Bauelemente des Organismus“,
„Die Bedeutung des Tempels“, „Delphi, der Nabel der Welt –
Ursprungsort des eigenständigen Denkens“ und „Die verschiedenen
Ordnungen“ ein. Jedes Kapitel ist noch einmal in kleinere Abschnitte unterteilt,
die aufeinander aufbauen.
Veranschaulicht werden die Erläuterungen der Architektur durch Abbildungen
und Zeichnungen. Zahlreiche Fotografien von Säulen, Giebeln, Mauern und
Verzierungen belegen die Ausführungen von Frank Teichmann und zeugen von
den architektonischen Fähigkeiten der Griechen. Bereits zerstörte
Bauwerke und Details sind in detaillierten Zeichnungen rekonstruiert, und auch
an Bildern von Vasen und Reliefs mit Darstellungen von Gottheiten und Heroen
fehlt es nicht. Landschaftsaufnahmen veranschaulichen, in welcher Umgebung die
Kultstätten erbaut wurden und in welch engem Zusammenhang sie zu der umgebenden
Natur standen. In dieser erweiterten Neuauflage von „Der Mensch und seine
Tempel – Griechenland“ sind einige Bilder ersetzt oder hinzugefügt
worden, und zudem sind erstmals alle Fotografien in Farbe abgedruckt. Im Anhang
findet der Leser eine chronologische Zusammenfassung der griechischen Geschichte,
weiterführende Literatur und ein sehr ausführliches Register.
„Der Mensch und seine Tempel – Griechenland“ ist ein sehr
ausführliches Sachbuch, das dieses komplexe Thema vollständig analysiert
und ansprechend illustrierte Informationen bietet!
Autorenportrait:
Frank Teichmann, geboren 1937, Dipl.-Ing. für Flugzeugbau; Studium der
Ägyptologie und klassischen Archäologie. Seit vielen Jahren Leiter
des Anthroposophischen Studienseminars in Stuttgart.
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