Der Garten

Eine Kulturgeschichte

Der Garten(pr/sl). Der faszinierenden „Evolution" des Gartenbaus im Laufe der Jahrtausende ist Autorin Penelope Hobhouse in ihrem umfangreichen Bildband „Der Garten – Eine Kulturgeschichte" nachgegangen. In 13 Kapiteln forscht sie von den Ursprüngen des Gartenbaus in Mesopotamien, Ägypten und Persien, über die Antike und die asiatische Gartenkunst, bis zu Renaissance, Moderne und Zukunft. Einen ersten Überblick bietet eine Zeittafel, die 5.000 Jahre Gartengeschichte zusammenfasst.

Penelope Hobhouse erläutert Stil der Bepflanzung und die benutzten Arten, bevor sie den historischen Hintergrund in ihre Überlegungen und Ausführungen integriert. Als Gartengestalterin gelte ihr Hauptinteresse den Gartenanlagen oder -stilen sowie der Frage, wie und warum sie entstanden sind, schreibt Penelope Hobhouse in der Einleitung. Man erkennt in ihren Texten, aus dem Englischen von Ulrich Enderwitz, Monika Noll und Coralie Wink übersetzt, die Begeisterung für den Garten und seine Geschichte und wird durch den ansprechenden Stil selbst ein wenig in dieser vielleicht fremdartigen Welt gefangen genommen. Der kulturgeschichtliche Abriss umfasst spezielle Themenbereiche wie „Die Gärten des Islam: Himmlische Schönheit, irdische Lust – Der islamische Garten und sein Einfluss auf Spanien, Indien und die Türkei" oder „Die Gärten Chinas: Eine zeitlose Tradition – Die Geschichte des chinesischen Gartens und die Zusammenhänge von Landschaft und Malerei" und ist somit nicht nur für Gartenbauspezialisten mit historischem Interesse, sondern auch für Kunst- und Kulturinteressierte mit Hang zum Garten interessant.

Jedes Thema wird von zahlreichen wunderschönen und farbintensiven Fotografien, historischen Bildern und Darstellungen sowie Skizzen begleitet, die mit ausführlichen Bildunterschriften erklärt werden. Abwechslungsreich kommen die über 800 Abbildungen daher, mal modern, mal aus längst vergangenen Tagen, aber immer zum Thema passend. Die brillante Bebilderung veranschaulicht gekonnt ausgewählt die bedeutenden Gartenstile aller Epochen und ist ein wahrer Bilderrausch.

Die Kapitel werden immer wieder unterbrochen: Mal von dem Portrait eines berühmten Gärtners oder Gartenarchitekten, mal von einem kleinen Themenschwerpunkt, der mit vielen Bildern und einem erläuternden Text versehen ist. Dies unterbricht nicht den Lesefluss, sondern ist oftmals eine willkommene Pause. Eine in die Kapitel aufgeteilte Bibliografie und ein umfangreicher Register runden den knapp 2,5 Kilo schweren Bildband ab.

Wer auf eine historisch-wissenschaftliche Betrachtung Wert legt und geschichtlich interessiert ist, dem wird dieses Buch große Freude bereiten. „Der Garten" darf sich zu Recht als Standardwerk bezeichnen!

Autorenportrait:

Penelope Hobhouse ist eine der bedeutendsten Vertreterinnen der britischen Gartenschule und eine weltweit gefragte Gartendesignerin. Ihre zahlreichen Bücher gelten als Standardwerke. Im Bereich der historischen Gärten hat sie sich besonders durch Restaurierungsprojekte wie den zum Nationalen Trust gehörenden „Arts and Crafts Garden“ in Tintinhull und die „Aberglasney-Gardens“ in Wales einen Namen gemacht. Sie hat Gärten in England, Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland und den USA gestaltet, darunter beispielsweise auch den Garten von Jil Sander. Für ihre Tätigkeit als Gartendesignerin erhielt sie 1996 die „Royal Horticultural Medal of Honour“, und 1999 wurde sie für ihre Bücher von der „Guild of Garden Writers“ mit dem „Life Time Achievement Award“ ausgezeichnet.

Penelope Hobhouse

Der Garten

Eine Kulturgeschichte

Aus dem Englischen von Ulrich Enderwitz, Monika Noll und Coralie Wink

Dorling Kindersley Verlag, München

ISBN 978-3-8310-1079-0

2. Auflage 2007, 468 Seiten, mit über 800 meist farbigen Abbildungen, Hardcover gebunden mit Schutzumschlag, Format 27,6 x 21,6 cm.

Unverbindliche Preisangabe: € 49,95 (D) / € 51,40 (A) / sFr 86,90

Buch bestellen.

© Copyright by: Public Dialog Hamburg

www.literaturtipp.com

Impressum