Charlie und die Schokoladenfabrik
Ein modernes Schokoladen-Märchen
(pr).
Wonkas Schokolade ist die Beste auf der ganzen Welt. Und Wonkas Schokoladenfabrik
ist die Größte überhaupt. Und nun können fünf Kinder
sie besichtigen. Willy Wonka, der Besitzer der Fabrik, hat nämlich fünf
Goldene Eintrittskarten in seinen Schokoladentafeln versteckt. Wer sie findet,
ist zur Besichtigung eingeladen.
Charlie, der nicht weit von der Fabrik mit seinen Eltern und Großeltern wohnt, hätte so gerne eine der Eintrittskarten. Aber er hat kein Geld, um sich Schokolade zu kaufen; er hat noch nicht einmal Geld, um sich überhaupt irgendetwas zu kaufen. Denn Charlies ganze Familie ist entsetzlich arm. Dann geschieht so etwas wie ein Wunder: Durch einen Zufall bekommt Charlie doch noch eine Eintrittkarte, und die Zauberreise durch die Fabrik kann beginnen. Hier gibt es einen Schokoladen-Fluss, Umpa-Lumpas und viele tolle, neue Erfindungen zu entdecken. Und natürlich wird Charlie hier richtig satt.
"Charlie und die Schokoladenfabrik" ist nicht nur die Geschichte eines kleinen Jungen, der sich eigentlich nur wünscht, einmal richtig satt zu werden, es ist die Geschichte eines modernen Schlaraffenlandes und ein urbanes Struwwelpeter-Märchen. Autor Roald Dahl erzählt diese Geschichte auf seine eigene, unnachahmliche Art und Weise, die Inge M. Artl aus dem Englischen übersetzt hat. Die witzigen Verse und Lieder wurden von Hans Georg Lenzen ins Deutsche übertragen. Die Illustrationen zum Schmunzeln hat Quentin Blake für diese Neuausgabe von "Charlie und die Schokoladenfabrik" mit flotter Strichführung gezeichnet. Seine illustrierten Übertreibungen reichen fast an die erzählerischen von Roald Dahl heran. Der Autor selbst empfand die Illustrationen von Quentin Blake als "kongenial".
Wie schon viele andere Erzählungen von Roald Dahl spielt auch diese in einer Welt, die zwar auf der Realität beruht, aber ihre eigenen Erweiterungen hat und ihren eigenen Gesetzen folgt; eine Welt voller Superlative und Übertreibungen. So kann Willy Wonka ohne weiteres mit seinem gläsernen Fahrstuhl, der von einer Million BS (Bonbon-Stärken) angetrieben wird, durch die Decke brechen und einen Rundflug machen. Aber Hunger und Elend im Gegensatz zu Reichtum und Verschwendungslust gibt es auch in dieser Welt, was der Leser mit Charlie zusammen erlebt. Die Geschichte ist nicht nur amüsant und raffiniert erzählt, sie ist auch moralisch und hat erzieherische Ansätze: Ein Kind, das nicht hören will, erlebt die Konsequenzen: Der dicke August Glupsch beispielsweise, einer der fünf Auserwählten, wird, nachdem seine Gier ihn getrieben hat, von einem überdimensionalen "Schokoladen-Ansaugrohr" eingesaugt und bleibt in der Röhre stecken. Wer aber brav und nicht gierig ist, wer hört und nicht quengelt, der wird am Ende dafür belohnt.
Roald Dahl erzählt mit "Charlie und die Schokoladenfabrik" vor allem ein modernes, lustiges Märchen. Die Erzählung spielt mit dem kindlichen Hang zum Süßen und der kindlichen Neugierde. Aber vielleicht sollte man sich vor dem Vorlesen noch eine Tafel beste, sahnige Schokolade besorgen, denn die Beschreibungen der sanft und cremig dahin fließenden Schokolade sind so gut, das einem das Wasser im Munde zusammenläuft.
"Charlie und die Schokoladenfabrik" ist ein süßes Buch für schokoladige Kinder oder ein schokoladiges Buch für süße Kinder!
Autorenportrait:
Roald Dahl wurde am 13. September 1916 in Llandaff bei Cardiff in Wales als Sohn norwegischer Eltern geboren.1961 begann er seine atemberaubende Karriere als Kinderbuchautor. Es folgte eine Vielzahl von fantastisch-humorvollen, oft auch schaurigen Kindererzählungen, wie zum Beispiel „Hexen hexen“. Seine Bücher wurden in 34 Sprachen übertragen, seine Gesamtauflage ist nur noch zu schätzen. 1990 starb Roald Dahl in England.
Illustratorenportrait:
Sir Quentin Blake gehört zu den wenigen Illustratoren, die für ihr künstlerisches Werk geadelt wurden.
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