Bräutigam zu verschenken
Ein witziger Roman über die Liebe
(gjk).
In ihrem Roman „Bräutigam zu verschenken“ erzählt Autorin
Isabel Wolff mit viel Humor eine romantische Liebesgeschichte: Die etwa 30-jährige
Minty Malone lebt in London und arbeitet beim Radio als Redakteurin. Mit ihrem
Verlobten Dominic glaubt sie das ganz große Los gezogen haben, denn er
ist attraktiv und erfolgreich. Natürlich hat er auch ein paar unübersehbare
Marotten, wie Minty nur zu gut weiß. Beispielsweise schreibt er ihr vor,
was sie anziehen soll, und wegen seiner Flugängste verzichtet Minty sogar
darauf, zu verreisen.
Das Wichtigste für sie ist einfach nur sein Glück, und sie würde
es niemals riskieren wollen, von ihm verlassen zu werden. Umso weniger kann
Minty es fassen, als Dominic vor dem Altar verkündet, er wolle sie nicht
heiraten. Doch damit nicht genug: „Du bist unordentlich. Die meiste
Zeit redest du solch einen Müll und du weißt nie, wann du mal die
Klappe halten sollst“, fügt er vor allen versammelten Hochzeitsgästen
hinzu, bevor er die Kirche endgültig verlässt.
Die Hochzeitsreise nach Paris tritt Minty mit ihrer Brautjungfer Helen an und
versinkt in einem Abgrund aus Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen,
denn Dominic hätte sie doch nie verlassen, wenn sie nicht etwas falsch
gemacht hätte. Kaum ist Minty wieder in London, steht auch schon ihre Cousine
Amber vor der Haustür. Die ehrgeizige und etwas neurotische Schriftstellerin
wurde von ihrem Freund ebenfalls verlassen und braucht für ein paar Tage
ein Dach über dem Kopf. Natürlich schlägt die hilfsbereite Minty
ihr diese Bitte nicht ab, sodass Amber schließlich nicht nur Tage, sondern
Monate lang bei ihr wohnt und sich selbstverständlich gehörig in ihr
Leben einmischt. Wie nett Minty ist, wissen ihre Arbeitskollegen ebenso gut
zu schätzen und um so mehr auszunutzen. Sie hilft jedem, der sie darum
fragt, auch wenn sie selbst genug zu tun hat. „Du bist so nett, Minty“,
erwidern ihr alle, doch am liebsten würde sie diesen Satz niemals wieder
hören.
Auf dem Weg, sich von Dominic zu lösen, geht sie sogar zu einem „Nie-Wieder-Nett-Kurs“,
wo sie Joe, den sie auf ihrer „Hochzeitsreise“ in Paris kennen gelernt
hat, wiedertrifft. Als die Dinge langsam eine normale Richtung einzuschlagen
beginnen, gerät alles noch stärker durcheinander als es ohnehin schon
war. Denn Minty muss sich endlich entscheiden, ob sie immer noch grenzenlos
nett sein oder lieber zu ihren Gefühlen stehen möchte.
Mit viel Sprachwitz und Gespür für Situationskomik schafft es die
Autorin Isabel Wolff spielend, ihre Leser Seite um Seite zu unterhalten. „Bräutigam
zu verschenken“ ist ein wunderbar frischer Roman, aus dem Englischen von
Susanne Dahmann übersetzt, über die Liebe und Selbstfindung. Eine
herrlich leichte Lektüre, um sich zurückzulehnen und die alltäglichen
(Beziehungs-)Sorgen ganz zu vergessen!
Autorenportrait:
Isabel Wolff stammt aus Warwickshire und lebt heute in London. Sie studierte
Anglistik in Cambridge und schreibt inzwischen als freie Journalistin für
verschiedene große britische Zeitschriften und die BBC. Ihre ersten drei
Romane wurden auf Anhieb Bestseller.
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