Attika im Spiegel antiker Zeugnisse
Ein kulturhistorischer Reisebegleiter
(twi).
Athen steht nicht nur für die Olympischen Spiele der Neuzeit oder des Altertums,
es ist vielmehr die Wiege und der Wegbereiter eines nicht unbeachtlichen Teiles
der europäischen Identität. Die griechischen Philosophen des Altertums
haben allesamt Weltrang erreicht und finden sich im Gedankengut vieler Menschen
wieder oder sind zumindest vom Namen her bekannt. Doch Athen selbst ist eine
Reise wert und die Geschichte der Stadt und Attikas ist durchzogen von Historie.
Epen, Gedichte, Hymnen und Überlieferungen, wie beispielsweise die aktuelle
Verfilmung von Homers „Ilias“, geben Auskunft über einen Teil
unserer Menschheitsgeschichte.
Autor Kurt Roeske ist sehr bewandert, wenn es um das Thema Griechenland geht.
Als Autor mehrerer Bücher zum Thema und als ehemaliger Leiter der Deutschen
Schule in Athen hat er sich auf dem Gebiet des Altgriechischen und Neugriechischen
einen Namen machen können. Seine Ausführungen im vorliegenden Buch
„Attika im Spiegel antiker Zeugnisse“ sind verständlich und
spannend zugleich geschildert, so wie man sich einen perfekten Vortrag ohne
Ermüdungserscheinungen eben vorstellt. Der Autor weist gleich zu Anfang
darauf hin, das sein vorliegendes Buch als kulturhistorischer Reiseführer
gedacht ist, was wiederum bedeutet, das man es lesen sollte wenn man Attika
und Athen besucht. Dafür ist es auch hervorragend geeignet, denn es zeigt
aus kulturhistorischer Sicht alles, was man über diesen Stätten wissen
sollte.
Kurt Roeske geht zuerst ganz allgemein auf Athen und die Athener ein, Landschaft,
Essen, Häuser und den Umgang untereinander. Im weiteren Verlauf des Buches
„Attika im Spiegel antiker Zeugnisse“ geht er speziell auf die herausragenden
Bauten der Zone ein: Das Stadion, der Tempel des olympischen Zeus, das Dionysostheater,
das Theater des Herodes Atticus, die Akropolis, der Areopag und die Agora. Er
stellt dem Leser den Ursprungszustand dar, ebenso wie er den heute vorzufinden
Zustand beschreibt. Seine Ausführungen zu jedem Gebäude sind interessant
und ausführlich, selbst die kleinen Anekdoten am Rande geben dem Buch eine
Frische, wie man sie nur selten in solchen Werken findet.
Der Autor geht auf die Versammlungen der Athener ebenso ein, wie er das demokratische
System beschreibt, die Philosophen haben ebenso seinen Platz, wie es die Toten
haben, auch ein mögliches Freudenhaus für die Athener findet Erwähnung.
Immer wieder vergleicht Kurt Roeske die Athener und deren Auffassungen mit der
christlichen Botschaft und versucht so eine Annäherung herbeizuführen,
die Grenzen mittels dieser Brücke überwinden kann. Auch die Assimilierung
der Griechen und deren Kultur durch die Römer findet Platz.
Eine gute Zeittafel und ein ausgesprochen ausführliches Register finden
sich am Ende, ebenso ein Register der antiken Autoren, weiterführende Literatur
und Kartenmaterial und Risszeichnungen der Gebäude und Lagepläne.
Nicht nur für den Athenurlaub ist dieses Buch unentbehrlich, auch für
die Weiterbildung und um einen tieferen Einblick in die griechische Kultur zu
bekommen. „Attika im Spiegel antiker Zeugnisse“ ist eine ausgesprochen
lesefreundliche Lektüre zum Herumschmökern oder zur Weiterbildung!
Autorenportrait:
Kurt Roeske, 1933 in Potsdam geboren, hat Griechisch, Latein und Alte Geschichte
in Frankfurt am Main und Tübingen studiert. Schon als junger Lehrer hat
er begonnen, Studienreisen nach Griechenland zu leiten. Er war Lehrer und Fachleiter
in Frankfurt, dann 26 Jahre Schulleiter, erst in Wiesbaden, anschließen
sieben Jahre an der Deutschen Schule Athen, zum Schluss am Rabanus-Maurus-Gymnasium
in Mainz. Er hat Lehrbücher für Altgriechisch, Unterrichtsmaterialien
auch für Neugriechisch publiziert.
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