30 Jahre playmobil

Das offizielle Buch einer Erfolgsgeschichte „Made in Germany“

30 Jahre playmobil(pr). Hätte es zum einen in den 1970ern keine Energiekrise gegeben, wodurch sich die Öl- und Kunststoffpreise drastisch erhöhten und die Spielzeugherstellung sich so erheblich verteuerte, und hätte zum anderen damals der holländische Großeinkäufer Hermann Simons nicht in letzter Minute dem Familienunternehmen Brandstätter einen ein Million schweren Auftrag erteilt, dann hätte playmobil sicherlich nicht die Kinderzimmer der Welt erobert. Ob Feuerwehrmann, Cowboy oder Eskimo, die Figuren sind allen erdenklichen Berufen und Kulturen der damaligen und heutigen Gesellschaft nachempfunden. Das Männchen mit der charakteristischen Zackenfrisur ist der Prototyp des netten Kerls, der auf jedem playmobil-Pferd reiten kann, alles anpackt und sich durch entsprechendes Zubehör vom Bauarbeiter zum Indianer verwandeln lässt. Alles scheint spielerisch möglich: „Versuchen Sie es ruhig selbst einmal: Holen Sie sich eines der Männchen aus dem Kinderzimmer und sehen Sie es sich genau an. Klein, handlich, freundlich (…) mit offenen Armen (…) bereit für jedes Spiel“.


„30 Jahre playmobil“ ist die offizielle Enzyklopädie des lächelnden, siebeneinhalb Zentimeter großen Männchens und seiner vielfältigen Welt. Autorin Felicitas Bachmann, die mit Lego und Barbie aufwuchs, hat sich mit der Chronik des deutschen Spielzeugs „playmobil“ auseinandergesetzt. In einem kurzen Vorwort erläutert sie die Geschichte von playmobil in Ansätzen und verweist so auf den Inhalt ihres Buches. Auf 168 Seiten beschreibt die Autorin die Erfolgsgeschichte zweier Männer und einem seit 1876 existierenden Familienunternehmen. Sie lässt beeindruckte Kinder und Erwachsene zu Wort kommen, deren nicht enden wollende Begeisterung den Erfolg von playmobil seit nun mehr drei Jahrzehnten garantiert.


1974 erschienen die „Klicky’s“, wie Erfinder Hans Beck die Figuren ursprünglich nannte, unter dem Titel „playmobil System“ auf einer Spielzeugmesse. Zunächst gab es die drei Kategorien: „Historie“, „andere Kulturen“ und die so genannte „Jetztzeit“. Diese Gruppierungen bestimmen bis heute das Programm von playmobil. Die „Historie“ wurde als erstes durch die Ritter vertreten, während die Indianer eine „andere Kultur“ repräsentierten. Die „Jetztzeit“ stellte zunächst den beruflichen Alltag der Bauarbeiter mit Schubkarre, Handwalze, zehn Leitkegeln und drei Bierkästen realistisch dar. Jedoch zog die zutreffende Ausstattung mit den 18 Bierflaschen die Kritik des Jugendministeriums nach sich, und sie verschwanden aus dem Sortiment. Heute scheint „playmobil“ für jeden mustergültig zu sein: Vater, Mutter und Kind bilden klare Familienverhältnisse, es gibt keine schwererziehbaren Kinder oder gar alkoholabhängige Eltern. Selbst der dickbäuchige Pirat lächelt beim Kapern eines anderen Schiffes. Und es gibt auch keine richtige Unterteilung in Gut und Böse, denn das wird der Phantasie der großen und kleinen Spieler überlassen.


Die Chronik wird nach Jahren geordnet in zehn Kapiteln skizziert, und auch der Erfinder Hans Beck ausführlich portraitiert. Außerdem wirft Felicitas Bachmann einen Blick hinter die Kulissen und beschreibt eindringlich den Weg von der Entwicklung über die Produktion bis zum Verkauf. Die überaus vielfältige Produktpalette wird ebenso detailliert präsentiert, was beim Leser ein wenig den Eindruck erweckt, es handle sich bei „30 Jahre playmobil“ um einen Werbeprospekt in Buchformat. Die Autorin beschreibt eingehend die Ideen und Kuriositäten eifriger Kinder, begeisterter Eltern, entzückter Sammler und inspirierter Künstler, die die anhaltende Faszinationskraft der beweglichen „Playmos“ verschieden zu definieren wissen.


Über 250 farbige Abbildungen illustrieren den Weg des mitunter beliebtesten Spielzeugs von den Anfängen bis heute. Sie regen an, selbst einmal in den eigenen Kisten und Kästen nach dem heimischen playmobil-Schätzen zu suchen.


„30 Jahre playmobil“ ist ein gelungener, reich illustrierter Bildband, der eine Freude für kleine und große Fans des lächelnden Männchens und seinen 1,7 Milliarden Schwestern und Brüdern ist!

Autorenportrait:
Felicitas Bachmann, 1962 geboren, ist Journalistin und Buchautorin. Nach ihren Büchern zur weiblichen Sozialisation, einem rosaroten Buch über Barbie und der Geschichte der Unterwäsche widmet sie sich in ihrem neuen Buch „30 Jahre playmobil“ der Erfolgsgeschichte des berühmten Plastikmännchens.

30 Jahre playmobil

Felicitas Bachmann
30 Jahre playmobil
Heel Verlag, Königswinter
ISBN 3-89880-251-5
1. Auflage 2004, 168 Seiten, mit über 250 Farbfotos, Hardcover gebunden mit Schutzumschlag, Format 24 x 28,5 cm.
Unverbindliche Preisangabe: € 24,95 (D) / € 25,70 (A) / sFr 42.-

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