Wölfe
Bildsachbuch aus der Reihe „WAS IST WAS“
(jf). Gnadenlos wurde er verfolgt, Jahrhunderte lang galt er als das Symbol für das Böse in der Natur: der Wolf. Daneben gibt es die Assoziation, die den Wolf mit einem Bild von ursprünglicher Natur, rauer Wildheit und instinkthaftem Machtverhalten verbindet: Der Alpha-Wolf beschützt sein Rudel bedingungslos, die Wölfin kümmert sich aufopferungsvoll um ihre Welpen. Doch der Wolf, so sagt Autor Erik Zimen in seinem Vorwort zum Bildsachbuch „Wölfe“ aus der Reihe „WAS IST WAS“, „ist weder der gefräßige Bösewicht noch der Held nördlicher Wälder“.
Stattdessen ist er eines: Ein Tier, das seinen Instinkten folgt und ums Überleben kämpft heute wie damals, als er vom Menschen um seinen Lebensraum und die Futterquelle betrogen wurde und in die Dörfer zog, um sich von gerissenem Vieh zu ernähren. Die Beutejagd, die Kommunikation im Rudel, Rangordnung, Welpenerziehung, Ur-Ahnenschaft des Hundes all jene Punkte erklärt Erik Zimen in der bewährten Frage-Antwort-Manier. Sehr spannend sind die Kapitel, die über die rein biologischen Aspekte hinausweisen: Antworten zu Fragen wie „Warum wurde der Wolf als erstes Tier gezähmt?“, „Wie wurde der Wolf im Mittelalter gesehen?“ oder „Wie dachte man bei anderen Völkern über den Wolf? Hitler und der Wolf“ runden das gelungene Sachbuch für Kinder ab 10 Jahren ab.
Die farbigen und durchaus realitätsnahen Illustrationen von Reiner Zieger, die sich mit zahlreichen Farbfotos abwechseln, sind dabei nicht nur schön anzusehen und lockern die Seitengestaltung auf, sondern fassen den erklärten Sachverhalt prägnant zusammen.
„Wölfe“ ist ein Bildsachbuch für wissenshungrige Kinder, Jugendliche und bestimmt auch für so manchen Erwachsenen, in dem sich hoher Anspruch und leichte Verständlichkeit nicht ausschließen!
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Erik Zimen |
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