Weihnachten mit Thomas Müller
Ein wunderbares Märchen über Hoffnung, Freundschaft und Heimat
(sl).
Familie Wortmann liebt den Auf-den-letzten-Drücker-Weihnachtseinkauf. Pech
nur, dass Thomas Müller im diesjährigen Gedränge verloren geht.
Thomas Müller ist kein Kind, sondern der Teddy der Familie Wortmann, aber
trotzdem nicht weniger wichtig. Marc, der sechsjährige Sohn und seines
Zeichens hauptamtlicher Teddyträger, hat ihn einfach fallen lassen, als
der „die Turnschuhe mit dem integrierten Diskolicht entdeckte“.
So kommt es, dass Thomas Müller am Heiligabend einsam und allein, ängstlich
und verzweifelt am Brunnenrand in der Hamburger Mönckebergstraße
sitzt und festfriert. Zu ihm gesellt sich eine unheimlich wirkende Katze. „Es
war eine Wanderkatze, und sie setzte sich einen Meter von Thomas Müller
entfernt auf den Brunnenrand und starrte ihn aus phosphoreszierenden Augen an.“
Autorin Karen Duve ist mit „Weihnachten mit Thomas Müller“ eine Weihnachtsgeschichte der ganz anderen Art gelungen. Mit trockenem Witz und auch die stillen Töne nicht vergessend, erzählt sie wunderbar in den Nuancen zwischen komisch-ironisch bis besinnlich-sentimental von Thomas Müller, seiner etwas verschrobenen Familie Wortmann und der klugen Wanderkatze Sandra Kaiser. Illustratorin Petra Kolitsch hat dazu kongenial die Bilder mit viel Hamburger Lokalkolorit gemalt und gibt damit ihr gelungenes Buchdebüt.
Ob der Bär wieder nach Hause findet, soll hier aber nicht verraten werden. Nur so viel: Nach der Lektüre von „Weihnachten mit Thomas Müller“ wird man sich in Zukunft ein Weihnachten ohne Thomas Müller nicht mehr vorstellen können!
Autorenportrait:
Karen Duve, 1961 in Hamburg geboren, lebt heute mit ihrer englischen Bulldogge in Brunsbüttel.
Illustratorenportrait:
Petra Kolitsch, geboren 1966 bei Stuttgart. Anfang der 90er Umzug nach Hamburg. Sie arbeitet als freiberufliche Künstlerin für Trickfilm-Studios.
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