Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte

Das Erfolgsgeheimnis des berühmten Zauberschülers

Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte(akg). „Jedes Kind in unserer Welt wird seinen Namen kennen“ – so prophezeit es eine Hexe auf den erste Seiten des Werks, das 1996 in einer Auflage von fünfhundert Exemplaren erschien. Dass es in absehbarer Zeit zweihundert Millionen Leser sein werden, die diese riskante Prophezeiung zu einer Tatsache machen, hätte sich Joanne K. Rowling (…) nicht träumen lassen.“ In der Tat ist die Erfolgsgeschichte von Harry Potter bisher einzigartig. Doch was ist das Geheimnis der Autorin, deren Werk in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde? Warum schafft Joanne K. Rowling, was schon viele vor ihr vergeblich versucht haben – nämlich Kinder wieder zum Lesen zu bringen?

Anhand der Harry Potter Bände und ihrer Deutung enthüllt Autor Michael Maar in seinem Buch „Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte“ Schritt für Schritt, was Harry Potter zu dem größten Erfolg der Buchgeschichte machte. Seine Erklärung, warum Nabokov, der Skandalautor von „Lolita“, Harry Potter gemocht hätte, setzt dabei genau an dem Ort an, den wir von den Anfängen Harry Potters gewohnt sind – im Hause seiner spießigen Verwandten. Doch als Zauberschüler Hogwarts ist er schon bald aus seinem trostlosem Dasein erlöst und erfährt endlich die Wahrheit über sich selbst: Schon als Baby schaffte er es, auf geheimnisvolle Weise die Macht des gefährlichen Schwarzmagiers Voldemort nachhaltig zu schwächen!

Für Autor Michael Maar ein klarer Riss in der strahlenden Harry Potter Fassade. Für ihn kommen im Laufe der Bände auffallend viele Ähnlichkeiten zwischen Harry Potter und dessen Todesfeind Voldemort ins Spiel: Beide sind brillante Zauberer aus „gemischtblütigem“ Elternhaus, beide wachsen ohne Eltern in feindlicher Umgebung auf und selbst äußerlich weisen sie gewisse Ähnlichkeiten auf. Und warum beherrscht Harry Potter die Sprache der Schlangen, die schon in der Bibel als das Böse symbolisiert werden?

Gut und Böse vermischt sich bei Harry Potter erstaunlich oft. So ist es niemand anders als der Mitleid erregende Quirrell, der Lord Voldemort in seinem Turban beherbergt, und die kleine unschuldige Ginny die dem gefährlichen Schwarzmagier die Kammer des Schreckens öffnet. Und genau da sieht Autor Michael Maar den Grund, „Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte“: „Nabokov, der raffinierteste Handlungskonstrukteur des zwanzigsten Jahrhunderts, schätzte den schachspielartigen Aufbau einer Intrige nicht weniger als die Liebe zum Detail“, die bei Joanne K. Rowling reichlich vertreten ist. Auch hätte er die Sichtweise der berühmten Autorin bewundert, durch deren „Märchenprisma“ die Realität umso deutlicher wird.

Über den Erfolg von Harry Potter haben sich schon viele Literaturkritiker Gedanken gemacht. Michael Maar eröffnet eine neue Perspektive: Er nimmt die literarische Figur Harry Potter ernst! Für ihn ist sie so bedeutend wie Nabokovs „Lolita“ und er scheut nicht, Vergleiche mit der Bibel oder der griechischen Mythologie anzustellen. Selbst Leser, die von Magierwörtern wie „Veritaserum“ und „Askaban“ keine Ahnung haben, werden belohnt: Im Anhang finden sich magische Wörter mit detaillierter Definition, so dass der Leserückstand von fünf Harry Potter Bänden ein für alle mal aufgehoben ist.

„Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte“ ist ein Buch für alle Harry Potter-Liebhaber und solche, die es noch werden wollen!

Autorenportrait:
Michael Maar, geboren 1960, Germanist und Schriftsteller, wurde 1999 von der „London Review of Books“ zum talentiertesten deutschen Literaturkritiker der jüngeren Welt erklärt. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Berlin.

Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte

Michael Maar
Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte
Berlin Verlag, Berlin
ISBN 3-8270-0454-3
188 Seiten, Hardcover gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen.
Unverbindliche Preisangabe: € 14.- (D) / € k. A. (A) / sFr k. A.

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Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte

Michael Maar
Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte
Berliner Taschenbuch Verlag, Berlin
ISBN 3-8333-0037-X
192 Seiten, Taschenbuch.
Unverbindliche Preisangabe: € 8,90 (D) / € k. A. (A) / sFr 15,90

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