Verrückt nach Schokolade
100 sinnlich-süße Verführungen
(tik).
Im Leben Trish Deseines hat Schokolade ihren festen Platz. Angesiedelt „irgendwo
zwischen Sinnlichkeit und Nostalgie, zwischen Gefühl und purer Naschlust“,
erfüllt sie jedes Kriterium, um zum Objekt der ganz alltäglichen,
aber auch der besonderen Leidenschaften zu werden. Und da Schokolade ein Genuss
ist, den man am besten mit anderen teilt, hat Autorin Trish Deseine in ihrem
Kochbuch „Verrückt nach Schokolade“ einige Tipps zusammengetragen,
aus dem Französischen von Kirsten Sonntag übersetzt, wie mit sinnlich-süßen
Verführungen auch noch der letzte Schokoladenmuffel weich zu kriegen ist.
Die 100 Rezepte stammen alle von einer bekennenden „autodidaktischen, bequemen, ungeduldigen und unorganisierten Köchin“ und sind also für das tägliche Kochvergnügen bestens geeignet. Trotz der Einfachheit – die berüchtigten Florentiner etwa sind in einer leichter nachvollziehbaren Version aufgeführt – bleibt der sinnliche Genuss auch bei der äußeren Aufmachung des Buches nicht auf der Strecke. Die appetitanregenden Fotos von Marie-Pierre Morel setzten den Anspruch Trish Deseines wunderschön in Szene, sie zeigen die Spannung zwischen Naschvergnügen und Nostalgie und wecken die Lust, es auch einmal zu versuchen.
In sechs Kapiteln folgt das Buch grob dem gewöhnlichen Tagesablauf vom Frühstück bis zum Abendessen. Vorweg ist in „Grundrezepte für alle Gelegenheiten“ noch der vielen Schokoladenrezepte für zwischendurch gedacht von amerikanischen Brownies über „Zartbitter Schokoladenkuchen mit Mandeln“ bis zum kuriosen „Schokoladenfondantkuchen „Natalie““. Nach dem Morgen mit „Schokolade zum Knabbern“ und der mittäglichen „Schokolade – klassisch, aber mit Pfiff“ kann sich aus den Mühen des Tages schon einmal ein „kleiner depressiver Durchhänger“ ergeben. Da wäre es dann angebracht, sich einer heilsamen „Schoko-Therapie“ zu unterziehen. Mit einem Augenzwinkern, jedoch ohne ins lächerlich Komische abzugleiten, gibt Trish Deseine ein paar Ratschläge, wie kleinere und größere Leiden mit Schokolade therapiert werden können: „Bei Angstzuständen muss es schon eine ganze Tafel sein, die man innerhalb von 30 Sekunden verschlingt.“
Mit ihrem überaus stilvoll gestalteten Buch „Verrückt nach Schokolade“ ist Trish Deseine und Marie-Pierre Morel ein anregender Ratgeber für sinnliche Verführungen und das Stillen heimlicher Leidenschaften gelungen. Man kann sich also dem Aufruf der Autorin anschließen: „Ran an die Schokolade!“
Autorenportrait:
Trish Deseine geboren und aufgewachsen in Irland, lebt seit vielen Jahren in Frankreich und ist Mutter von vier Kindern. Seit ihrer Kindheit ist sie eine leidenschaftliche Köchin und Erfinderin von Rezepten. Sie ist Gründerin und Leiterin der Versandhandelsfirma „Au Comptoire des Chefs“, die Geräte und Ingredienzien für die Patisserie vertreibt.
Fotografenportrait:
Marie-Pierre Morel lebt und arbeitet in Paris. Sie ist spezialisiert auf Innenarchitektur- und Food-Fotografie und hat sich in diesem Bereich international einen Namen gemacht. Sie arbeitet für verschiedene renommierte Zeitschriften und Verlagshäuser in Frankreich und in anderen Ländern sowie teilweise auch für die Werbung.
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