Kunst aufräumen

Originelles Plädoyer für eine ordentliche Kunst

Kunst aufräumen(pr). Bunter Farbmix und unruhige Formenvielfalt prägen das Gemälde „Roter Fleck II“ von Wassily Kandinsky. Daneben, nach Farben geordnete Türmchen, fein säuberlich mit dem größten beginnend aufgereiht – der „Rote Fleck II“ von Kandinsky ist nun übersichtlich geordnet und strukturiert. Das bunte Treiben auf dem Gemälde „Kampf zwischen Karneval und Fastenzeit“ von Pieter Bruegel ist plötzlich erloschen. Der eben noch überfüllte Dorfplatz ist jetzt aufgeräumt, wie ausgestorben, ein Haufen voller Menschen befindet sich auf einem separaten Blatt daneben.

Der Schweizer Komiker, Kabarettist und freischaffende Künstler Ursus Wehrli räumt bekannte Kunstwerke von Malern wie Mirós, Picasso oder Malewitsch auf und zeigt damit, wie „durch spezifisch aufgeräumte Regelmäßigkeiten des allgemeinen Formenschatzes neue Wirkungen zu erzielen möglich wird.“ In dem Buch „Kunst aufräumen“ versucht er „in der Kunst die wahrhafte Wirklichkeit, das Anundfürsichseiende, das Substanzielle der Natur und des Geistes herauszuarbeiten und die höhere Realität der Wesenheit von Kunst aufscheinen zu lassen (…)“. Dieses „Plädoyer für eine ordentliche Kunst“, mit einem Vorwort von Albrecht Götz von Olenhusen, macht deutlich, aus was Kunst eigentlich besteht – nämlich aus nichts weiter als aus Formen und Farben.

Der Betrachter bekommt auf wirklich anschauliche Art und Weise den „Blick auf künstlerische Wesenselemente neu geschärft“ er ist „nicht mehr auf verwirrende Details konzentriert, sondern mit einem qualitativ anderen perspektivischen Gesamteindruck konfrontiert(…)“. Hierdurch wird deutlich gemacht, dass der subjektive Sinn die Bedeutungszuschreibung von Kunst bedingt, denn eigentlich besteht Kunst ja „nur“ aus verschiedenen Farben und Formen. „Diese Neuformierung der Kunst bringt also nicht etwa (…) Chaos in diese Ordnung, sondern gerade umgekehrt, so dass sich eine ästhetische Gesamtwirkung entfaltet, die dem Beschauer das beruhigende Gefühl vermittelt, dass die gesellschaftliche Funktion von Kunst nicht mehr auf Abschreckung, Schocks und sonstige negative psychische Effekte der angewandten Chaostheorie reduziert wird.“ Beim Betrachter rufen die aufgeräumten Kunstwerke gleichermaßen Lachen und Erstaunen hervor.

Und wer von „Kunst aufräumen“ nicht genug bekommen kann, dem sei die Fortsetzung der Aufräum-Orgie wärmstens empfohlen: „Noch mehr Kunst aufräumen“.

Der originelle Bildband „Kunst aufräumen“ sortiert und strukturiert abstrakte Meisterwerke neu, denn „Ordnung ist das halbe Leben“.

Autorenportrait:
Ursus Wehrli, Jahrgang 1969, ist Linkshänder, Querdenker und gelernter Typograf. Seit 15 Jahren tourt er zusammen mit Nadja Sieger als Komikerduo „Ursus & Nadeschkin“ zwischen Wattwil, Basel, Berlin und New York und wurde in dieser Konstellation mehrfach ausgezeichnet – zuletzt mit dem „New York Comedy Award“, dem „Salzburger Stier“ und dem „Deutschen Kleinkunstpreis“. In der Saison 2002 waren „Ursus & Nadeschkin“ die Zugpferde im Schweizer Nationalzircus Knie. Ursus Wehrli lebt als Komiker, Kabarettist und freischaffender Künstler in Zürich. Auf die Idee, Kunst aufzuräumen, kam er, als er eines Morgens beim Brötchenholen vom Winteranfang überrascht wurde und an den Ohren fror.

Kunst aufräumen

Ursus Wehrli
Kunst aufräumen
Kein & Aber Verlag, Zürich
ISBN 3-0369-5200-4
1. Auflage 2002, 48 Seiten, mit rund 40 farbigen Abbildungen, Hardcover gebunden, Querformat 27 x 21 cm.
Unverbindliche Preisangabe: € 14,90 (D) / € k. A. (A) / sFr 28.-

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Ursus Wehrli
Kunst aufräumen
Kein & Aber Verlag, Zürich
ISBN 3-0369-5221-7
48 Seiten, mit rund 40 farbigen Abbildungen, Hardcover gebunden, Kleinformat.
Unverbindliche Preisangabe: € 7,90 (D) / € k. A. (A) / sFr 14,80

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