J. R. R. Tolkien – Der Künstler
Einzigartiger Querschnitt durch Tolkiens künstlerisches Schaffen
(pr).
Manchmal kommt es vor, dass ein Schriftsteller auch als Zeichner und Maler begabt
ist. Bei J. R. R. Tolkien fielen beide Talente zusammen, und beide waren für
die Entstehung seiner Mittelerde-Literatur wichtig. In akribischer Kleinarbeit
haben Wayne G. Hammond und Christina Scull die Bilder Tolkiens gesichtet und
in einem großformatigen Bildband zusammengestellt. „J. R. R. Tolkien
– Der Künstler“ bietet einen Generalüberblick über
das Schaffen J. R. R. Tolkiens als Maler und stellt dabei neben seinem Alterswerk,
das sich größtenteils mit dem Mittelerde-Komplex befasst, auch das
Jugendwerk und Entwurfsstufen der bildnerischen Arbeiten vor. Die Reproduktionen
der Zeichnungen und Bilder J. R. R. Tolkiens sind, soweit es die Originale vorgeben,
farbig. Es handelt sich um Bunt- und Bleistiftzeichnungen, Aquarelle sowie Tuschezeichnungen.
Dem Jugendwerk des Künstlers ist das erste Kapitel gewidmet. Hier finden sich Landschaftszeichnungen und Karikaturen des jungen J. R. R. Tolkien. In weiteren fünf Kapiteln gehen Wayne G. Hammond und Christina Scull auf Teilbereiche des reiferen Werks, wie Bilder und Vorarbeiten zu den Romanen, oder die Symbolik Mittelerdes ein. Wer schon immer wissen wollte, wie sich der Autor von „Der kleine Hobbit“ Orte oder Szenen seiner Romane vorgestellt hat, wird in dem Bildband fündig: Bilder von Hobbingen oder die „Tür von Moria“ sind in ihren verschiedenen Entwurfsstufen zu sehen. Dass J. R. R. Tolkien auch für seine Kinder gezeichnet hat, dürfte nur wenigen bekannt sein. Auch diese Arbeiten sind in einem gesonderten Kapitel dargestellt.
Die Texte des Buches sind umfangreich und kommentieren die Arbeiten fachkundig. Wayne G. Hammond und Christina Scull, beide Spezialisten für rare Bücher und Manuskripte, interpretieren die Arbeiten detailliert und geben dabei Auskunft über Arbeitstechniken und lebensgeschichtliche Zusammenhänge J. R. R. Tolkiens. Auch das literarische Werk, ohne welches man die bildnerischen Arbeiten nicht verstehen kann, wird in ihre Betrachtungen mit einbezogen.
Wer sich ernsthaft mit dem Wirken J. R. R. Tolkiens beschäftigt, kann sein malerisches Werk nicht unbeachtet lassen. Einen hervorragenden Überblick bietet „J. R. R Tolkien – Der Künstler“. Die fast vollständige Bildersammlung führt den Leser zusammen mit den fundierten Texten gut in J. R. R. Tolkiens Vorstellungswelt ein. Der wunderschöne Bildband ist ein repräsentatives Geschenk und Fachbuch für alle Tolkien-Begeisterten.
Autorenportrait:
Wayne G. Hammond ist Bibliothekar an der “Chapin Library of Rare Books” des
Williams College in Williamston, Massachusetts. Er lehrt Geschichte der Druckkunst
und der Illustration, ist aber selbst auch Künstler. Er schreibt regelmäßig
für die Zeitschrift „Mythlore“.
Christina Scull, eine ehemalige
Bibliothekarin am „Sir John Soane’s
Museum“ in London, hat Kunstgeschichte und Alte Geschichte studiert.
Sie arbeitet speziell über Tolkien und gibt „The Tolkien Collector“ heraus.
Sie arbeitet viel mit Wayne G. Hammond, ihrem Mann, zusammen.
Illustratorenportrait:
John Ronald Reuel Tolkien wird am 3. Januar 1892 in Bloemfontein in Südafrika
geboren. Seit dem Tod des Vaters übersiedelt er 1894 mit seiner Mutter
und seinem Bruder nach England, wo er in Birmingham in bescheidenen Verhältnissen
aufwächst. Früh schon zeigt sich die Begabung, die später zu
seinem Weltruhm führen sollte: Seine Liebe zu Sprachen, seine Fähigkeit,
sich mit Begeisterung einem Thema lange Zeit, wenn nicht lebenslang, zu beschäftigen.
Er erhält ein Stipendium für das Exeter College in Oxford, wo er
Englische Sprache und Literatur studiert und 1913 seinen Abschluss mit Auszeichnung
besteht. In dieser Zeit lernt er Edith Bratt kennen, die er 1916 heiratet und
mit der er vier Kinder hat. Nach kurzem Kriegsdienst geht er als Lektor und
später als Professor für Englische Sprache nach Leeds. In den Jahren
zwischen 1925 und 1959 arbeitet er als Professor für Angelsächsisch
in Oxford. Die Schriftstellerei betreibt er stets nur als Nebenbeschäftigung.
1954/55 erscheint die Trilogie „Der Herr der Ringe“, ein über
1.000 Seiten umfassendes Romanwerk, dessen Erfolg bis heute ungebrochen ist.
1972 wird er von der Queen persönlich mit dem „Kommandeurs-Orden
des britischen Empire“ ausgezeichnet und im gleichen Jahr zum Ehrendoktor
der Universität Oxford ernannt. Am 2. September 1973 stirbt J. R. R. Tolkien
nach kurzer Krankheit in einem Krankenhaus in Bournemouth, England.
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