In unbekannte Tiefen
Taucher, Abenteurer, Pioniere
(tw). Tief Luft holen und abtauchen in eine Welt der Wunder und der Faszination. Einsamkeit wechselt sich ab mit Szenerien überquellenden Lebens, nichts ist mit dem vergleichbar, was man unter Wasser vorfindet. Tauchen ist ebenso eine Extremsportart in der Erfahrung, wie es Bergsteigen oder Fliegen ist.
Trevor Norton hat in seinem Buch „In unbekannte Tiefen“ die ersten Berichte von Menschen zusammengefasst, welche die Welt unter Wasser erkundet haben zum eigenen Spaß, mit wissenschaftlicher Absicht, als Abenteurer oder aus einem tiefen inneren Verlangen heraus. Die Kurzkapitel geben einen interessanten Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der Taucher im ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhundert. Selbst die für uns heute sträfliche Missachtung der Fauna und Flora und der teils martialische Umgang mit ihr war damals normal, fügt heute jedoch dem Leser sicherlich Unbehagen zu.
Von der ersten Geschichte an hat man das Gefühl, mit dabei zu sein und kann die Erlebnisse
der Taucher sehr gut nachvollziehen. Es ist eine Freude zu lesen, wie es den Tauchern damals gegangen ist und auch deren Furcht zu spüren. Man ist dabei, wenn es in Tiefen von zehn oder 20 Metern geht, aber auch die Tiefen bis 1.500 Meter werden hier erstmals erkundet. Wen fröstelt es nicht bei dem Gedanken, dass auf dem kleinen Glas durch welches man schaut, ein Druck von 19 Tonnen lastet.
Die Übersetzung aus dem Englischen ist F. Florian Marzin sehr gut gelungen, denn der damalige Tonfall und die teils umständliche Wortformulierung einiger Forscher ist mit ein Punkt, der „In unbekannte Tiefen“ so wunderbar authentisch macht. Ein sehr gutes Literaturverzeichnis rundet die Ausgabe ab.
„In unbekannte Tiefen“ ist ein fesselndes Buch, das nicht nur begeisterten Tauchern Spaß machen wird!
Autorenportrait:
Trevor Norton lehrte an mehreren Universitäten und wissenschaftlichen Instituten in der ganzen Welt. Heute ist er Professor für Meeresbiologie an der University of Liverpool und leitet das Port Erin Marine Laboratory auf der Isle of Man. Er verfasste zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze und Bücher und gilt als Autorität auf dem Gebiet der Geschichte des Tauchens.
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Trevor Norton |
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