Gewitter
Faszination eines Phänomens
(jf). Unheimlich muten sie an, die aufgequirlten, düsteren Wolken. Schwer hängen sie am Himmel, der in ein unheimliches Lila getaucht ist. Strahlend hell zuckt zeichenhaft ein riesiger Blitz. Keine Frage obwohl Ursachen und Verlauf eines Gewitters heute wissenschaftlich durch und durch erforscht sind, fasziniert ein solches Naturschauspiel die Menschen bis heute. Für all jene, die neugierig an den Fensterscheiben sitzen und beobachten, wenn sich dunkle Wolken zusammenbrauen, ist es deshalb ein Muss: „Gewitter“ heißt das aufwendige neue Nachschlagewerk des Gewitterforschers Alex Hermant. Auf rund 250 Seiten, mit über 500 Abbildungen nähert sich der Autor, der sich selbst für einen „Gewittersüchtigen“ hält, der meteorologischen Ausnahmeerscheinung.
Aufwendig ist der Bildband gestaltet, prall angefüllt mit reizvollen Fotos, die das Donnergrollen förmlich spüren lassen, dazu detaillierte Erklärungsskizzen, Satellitenfotos und Bildserien zum Ablauf eines Gewitters. Physikalische Zusammenhänge, wie die elektrische Struktur eines Gewitters oder dessen Ladungsverteilung werden leicht verständlich erläutert, von der Diplom-Meteorologin Gertrud Schwarzmaier aus dem Französischen übersetzt, ebenso meteorologische Parameter: Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Wind- und Wolkenzustände. Erscheinungen wie Superzellengewitter, die in Europa selten sind, aber dennoch zu den heftigsten Unwettern der Welt zählen, Kugelblitz- oder Tornado-Phänomene kommen zur Sprache. Spektakuläre Fotos von Blitzen und Belege dafür, dass man vor Blitzeinschlägen nicht in jedem Auto sicher ist, runden das nicht nur für Naturwissenschaftsfans spannende Werk ab.
„Gewitter“ ist ein Buch, das bei Wetter-fühlenden Lesern einfach einschlagen muss!
Autorenportrait:
Alex Hermant ist seit mehr als 20 Jahren in der Erkundung von Gewittererscheinungen tätig. Er arbeitet mit dem renommierten nationalen französischen Zentrum für wissenschaftliche Forschung (C.N.R.S.) auf dem Gebiet der phänomenologischen Untersuchung des Blitzes zusammen und leitet seit 1992 das Museum für Blitzerkundung in Marcenat (Cantal).
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Alex Hermant |
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