Foxtrott
Das Fuchsmädchen Foxtrott hat nur noch eins im Sinn: Musik!
(pr).
Was ist das auch für eine sonderbare und unbekannte Welt, in der die Füchse
leben: In einem Bau tief unter der Erde, in dem weder das Sonnenlicht, noch
der geringste Laut hineindringt. Er gibt weder Radio noch Telefon, man schaut
Fernsehen ohne Ton, spricht kaum und ist dennoch zufrieden, denn für die
Füchse ist das „Schweigen“ der ganz normale Alltag. Doch als die kleine
Foxtrott, dem Kinderwagen gerade entwachsen, die Welt draußen zum ersten
Mal erlebt, ist sie erstaunt, wie lebendig und fröhlich es dort zugeht.
Vor allem ist sie von der bunten Geräuschekulisse angetan, die sich ihr
dort auftut: Das Zirpen der Grillen, das Quaken der Frösche, Vogelstimmen,
Bienengesumme, Kuhglocken und viele neue Geräusche lösen bei dem kleinen
Fuchsmädchen eine große Begeisterung für die Welt der Musik
aus. Inspiriert von den Geräuschen aus der Natur, probiert Foxtrott alles
aus, was irgendwie Töne und Laute hervorbringen kann, und stellt damit
die Nerven ihrer Eltern auf eine harte Probe. Diese machen sich große
Sorgen um die Entwicklung ihres Kindes und das nicht ohne Grund: Wie soll ein
Fuchs, der schon von weitem hörbar ist, seine Nahrung fangen? Als die Fuchsfamilie
dann nach zahllosen Misserfolgen vor einer leeren Speisekammer steht, sieht
der Vater nur einen Ausweg: den Hühnerstall.
Die Geschichte über das Fuchsmädchen, das an seiner Liebe zur Musik allen Widerständen zum Trotz festhält, ist eine wunderschöne Fabel über den Mut zum Anderssein und dass es sich am Ende lohnt, seinen eigenen Weg zu gehen. Helme Heine ist mit „Foxtrott“ wieder einmal ein großartiges Bilderbuch gelungen, deren zauberhafter und poetischer Bildsprache man sich nur schwer entziehen kann. Darum ist „Foxtrott“ nicht nur für Kinder ab vier Jahren sehr empfehlenswert, sondern auch für Erwachsene, die die Geschichten von Helme Heine schon aus der eigenen Kindheit kennen, oder einfach nur Lust haben, ein heiteres und charmantes Bilderbuch über das Erwachsenwerden zu lesen.
Autorenportrait:
Helme Heine wurde 1941 in Berlin geboren, studierte Wirtschaftswissenschaften und Kunst, ging anschließend auf Reisen durch Europa und Asien. In Südafrika verbrachte er wichtige Jahre: Unter anderem begründete er dort ein Kabarett, brachte eine satirische Zeitschrift heraus und spielte Theater. Als Autor und Illustrator zählt er heute zu den international renommiertesten Künstlern; seine Arbeiten erhielten viele Auszeichnungen und Preise. Helme Heine schreibt auch für Erwachsene, zeichnet Cartoons und Zeichentrickfilme und kreiert Skulpturen und Möbel. Er lebt in Neuseeland.
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