Die Story von Janis Joplin
Das Leben des Rockstars schonungslos offen erzählt
(bhs).
Nicht schon wieder ein Buch über einen toten Rockstar doch, und
zwar genau dieses! „Die Story von Janis Joplin“, geschrieben von
ihrer Managerin und Freundin Myra Friedman, ist das ultimative Buch für
alle Liebhaber dieser Künstlerin, die am 19. Januar 2003 60 Jahre alt geworden
wäre, und jener Zeit, in der sie lebte. Weitab von Glamour, Klischees und
Mysterien erzählt Myra Friedman authentisch und schonungslos offen von
einem Menschen, der in sich zerrissen war.
Der deutsche Titel „Die Story von Janis Joplin“ enthält nicht annähernd soviel Aussagekraft wie der Titel der amerikanischen Originalaussage: „Buried alive“ lebendig begraben. Myra Friedman, die Janis Joplin von 1968 bis 1970 managte, trug in mühevoller Kleinarbeit die Aussagen von Freunden, Verwandten und Weggefährten der Sängerin zusammen und verwob sie mit ihren eigenen Erfahrungen und Erinnerungen. Ohne prätentiöses sich-in-den-Vordergrund-spielen, ohne kalte analytische Fakten erzählt Myra Friedman das Leben Janis Joplins. Dabei ist ein Buch herausgekommen, in dem der Mythos Janis Joplin weder glorifiziert noch demontiert wird. „Die Story von Janis Joplin“ zeigt das Leben eines Menschen, der von der Suche nach wahrer Liebe, nach Anerkennung, aber auch von der Rebellion gegen die kleinbürgerlichen Regeln des amerikanischen Traums aufgerieben, zermahlen wurde.
Myra Friedman schildert Janis Joplin unprätentiös, nicht als Ikone einer Ära. Die Freundschaft zwischen Janis Joplin und ihr äußert sich zumeist in jenen Fragen, die Myra Friedman sich selbst stellt, die sie zu beantworten sucht, indem sie selbst weiterfragt. Obschon als Biographie gedacht, liest sich „Die Story von Janis Joplin“ wie ein Roman. Dazu trägt der detaillierte, aber niemals zu sachlich-nüchterne Stil der Autorin bei. Dieses Buch ist wie eine Erzählung geschrieben, und als solche sollte es auch behandelt werden. Nur, dass hier nicht die Fiktion, sondern genaueste Recherche Pate stand.
Janis Joplin war für viele eine ebenso tragische Figur wie Jimi Hendrix oder Jim Morrison in jener damals so schillernden, wie auch harten Rockszene. Myra Friedman hat ihr ein literarisches Denkmal gesetzt, das den Leser mitreißt und berührt. Die Autorin lässt einen verstehen, was wirklich geschah, wie Janis Joplin dachte, fühlte und handelte. Und zwar nicht allein auf der Bühne, sondern ungeschminkt im Alltag. Nicht allein die Sängerin, sondern der Mensch wird hier gewürdigt.
„Die Story von Janis Joplin“ ist ein Buch, welches man mehrfach liest und jedes Mal ein neues Detail entdeckt und das einen über das alte Klischee von „Sex and Drugs and Rock ’n’ Roll“ nachdenklich werden lässt.
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