Die Duckomenta

Die „Ver-Entung“ der Welt – Begleitbuch zur weltweit erfolgreichen Ausstellung

Die Duckomenta(pr). Ägyptische Mumien mit Schnabel? Zwei Enten statt zweier Engel auf dem berühmten Bild von Raffael? „Die Duckomenta“, herausgegeben von der Stiftung Schloss Neuhardenberg und interDuck, beweist, dass Mickey Mouse und Donald Duck durchaus mit der hohen Kunst und klassischer Kultur vereinbar sind. Das Buch zeigt Abbildungen von ausgestellten Kunstwerken der Gruppe interDuck, die Skulpturen und Plakate, Malereien und Fossilien aus mehreren tausend Jahren Menschheitsgeschichte „nachbaut“ und mit einem Bezug zu Donald und seiner Familie versieht. Fans der Entenhausener wussten ja schon immer, dass Zeugnisse der Comicfiguren schon seit frühester Vorzeit in der Kulturgeschichte zu finden sind.

Es gibt wohl kein bekanntes Kunstwerk oder Ausstellungsstück, an dem sich die Künstler nicht versucht haben. Die Bilder repräsentieren einen umfassenden Querschnitt durch wichtige Exponate aus Museen in aller Welt: Johann Heinrich Wilhelm Tischbeins bekanntes Gemälde von „Johann Wolfgang Goethe in der römischen Campagna“ steht neben Albrecht Dürers betenden Händen, und auch das bekannte Foto Che Guevaras findet hier seinen Platz. Nur dass in „Die Duckomenta“ im ersten Fall Dagobert Duck versonnen seinen Blick über antike Ruinen schweifen lässt, bei Dürer eine vierfingrige, behandschuhte Comichand sichtbar ist und Che Guevara auf einmal Donalds Züge trägt.

Alle abgebildeten Kunstwerke wurden von interDuck tatsächlich nachgestaltet, das heißt, wenn das Original eine Steinskulptur war, so ist es auch der Nachbau. Diese Form der Parodie beeindruckt zunächst durch das originalgetreue Aussehen der Stücke: Die Exponate sind stilecht, man würde Pablo Picasso sein Bild in der „Duckomenta“ tatsächlich zutrauen. Außerdem bewundert man automatisch die Kreativität des Künstlerteams, das sich mit viel Phantasie in die Kunstwerke hineinversetzt. Die begleitenden Texte zu den Kunstwerken und Reproduktionen kommentieren die Abbildungen augenzwinkernd und urkomisch und stellen ihren Bezug zu den Originalen her.

„Die Duckomenta“ versammelt Parodien auf die wichtigsten Kunstwerke des Abendlandes. Das Buch zur weltweit erfolgreichen Wanderausstellung ist – natürlich – ein Muss für alle Donaldisten und Mickey-Fans. Aber auch Kunstbegeisterte finden in diesem Buch genug Gründe für ausgiebiges Schmunzeln bis hin zu herzhaften Lachanfällen.

Herausgeberportrait:
interDuck, gegründet 1982, ist eine Gruppe von Künstlern, die die Neigung zum skurrilen Humor und die besondere Vorliebe für die Comic-Strip-Figuren aus dem legendären Ort Entenhausen zusammengeführt hat. Sie betreiben mit den Mitteln der Kunst – ob archaisch, klassisch oder modern – die konsequente Ver-Entung der Welt. Bei ihren Werken handelt es sich nicht um Computermanipulationen, sondern ausschließlich um reale Malerei, Graphik oder Skulptur. Seit 1984 stellt interDuck seine ständig wachsende Sammlung in Kunstvereinen und Museen im In- und Ausland aus. Mit ihren Ausstellungen haben sie mittlerweile mehr als eine Million begeisterter Besucher erreicht.

Die Duckomenta

Stiftung Schloss Neuhardenberg und interDuck (Hrsg.)
Die Duckomenta
Nicolai Verlag, Berlin
ISBN 3-89479-080-6
132 Seiten, mit 96 farbigen Abbildungen, Fadenbroschur, Format 21 x 22,5 cm.
Unverbindliche Preisangabe: € 14,90 (D) / € k. A. (A) / sFr 26,80

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