Der Lotse
Die eindrucksvolle Erzählung eines ungewöhnlichen Wunders
(twi).
Kleine Geschichten haben es oft in sich, insbesondere wenn sie, wie das Buch
„Der Lotse“, von einem Meister der Spannungsliteratur geschrieben
werden. Frederik Forsyth hat in seinem Buch auf nur 75 Seiten einen einzigartigen
Spannungsbogen erzeugt.
Wer am Weihnachtsabend mit seiner Düsenmaschine als Militärpilot fliegen muss, ist ein armes Schwein. Jeder Kamerad sitzt in der Messe und trinkt Glühwein oder zerstreut anderweitig seine Gedanken, aber die, welche arbeiten müssen, sind verloren. Auch der Pilot war plötzlich verloren, als seine Elektrik ausfiel und Nebel aufkam, bis unter mysteriösen Umständen Hilfe aus dem Nebel kam, ein Retter den es nicht geben durfte, in einer Maschine, die nicht mehr existierte und einer Reise an einen Ort, den keiner erreichen konnte. Ob der Pilot in seiner Maschine am Weihnachtsabend abstürzt oder ob mysteriöse Ereignisse ihn retten – alles ist offen bis zur letzten Seite.
„Der Lotse“ ist eine sehr eindrucksvolle Erzählung und ein echtes Weihnachtswunder, aus dem Englischen von Rolf und Hedda Soellner übersetzt. Die Illustrationen von Chris Foss sind ebenfalls hervorzuheben. Eine gelungene Kurzgeschichte, die leider viel zu schnell zu Ende ist. Ein schönes Buch für eine gute Stunde am Kamin, in einer Wartehalle oder während eines Fluges in Europa.
Autorenportrait:
Frederick Forsyth, geboren 1938 in Ashford/Kent, war mit 19 Jahren der jüngste Jetpilot der Royal Air Force. Nach seinem Ausscheiden war er als Auslandskorrespondent in verschiedenen europäischen Ländern tätig. Ab 1965 arbeitete er als Fernsehreporter der BBC unter anderem in Westafrika. Er lebt heute in London. Seit seinem ersten Roman, „Der Schakal“, mit dem er weltberühmt wurde, erreichten alle seine Thriller die Spitzen der Bestsellerlisten.
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