Der kleine Nick

35 prima Geschichten – Zwei Bände in einem!

Der kleine Nick(sl). Ich bin meiner Mutter heute noch dankbar, dass sie mir „Der kleine Nick“ von René Goscinny, dem „Asterix“-Autor, zu meinem 10. Geburtstag geschenkt hat. Ich habe es seither unzählige Male gelesen, aber selbst heute lache ich Tränen, wenn ich nur die erste – und meiner Meinung nach die beste – Geschichte lese: Nick und seine Klassenkameraden sollen fotografiert werden, um „Eine Erinnerung fürs Leben“ zu haben. „… die Lehrerin schimpfte gerade mit Georg, der in seiner Marsbewohner-Ausrüstung gekommen war. Georg hat einen sehr reichen Papa, der ihm alle Spielsachen kauft, die er sich wünscht. Und Georg hat zu unserer Lehrerin gesagt, er will in seiner Mars-Ausrüstung fotografiert werden, basta, und wenn nicht, dann geht er sofort wieder nach Hause.“ Natürlich artet die Aufnahme des Klassenfotos in allerlei Turbulenzen aus, die so urkomisch sind, dass man fast einen Schluckauf bekommt, weil man vor Lachen kaum zum Atmen kommt, was auch der wirklich brillanten Übersetzung aus dem Französischen von Hans-Georg Lenzen zu verdanken ist.

Nick hat eine Menge prima Freunde: Otto, sein im wahrsten Sinne des Wortes dickster Freund, hat immer Hunger und kann ziemlich ungnädig werden, wenn er nichts zu Essen bekommt. Georg, mit dem reichen Papa, und Franz, der Stärkste, der gerne mal austeilt – „Wo der Franz hinhaut, da wächst kein Gras mehr!“. Außerdem ist da noch Adalbert, „der Klassenbester ist und unserer Lehrerin ihr Liebling“, aber Adalbert trägt eine Brille „und man darf ihm nicht so oft eine reinhauen wie man möchte“. Chlodwig ist der schlechteste in der Klasse und muss des Öfteren in der Ecke stehen und Roland und Joachim gibt es auch noch. Nick und seine Freunde machen allerlei Unsinn und sie hauen sich immer mal, aber brutal ist das Buch deswegen nicht, und außerdem vertragen sie sich danach auch immer ganz schnell wieder.

Aber auch zu Hause ist immer was los: „Ich weine natürlich nur manchmal, aber nur, wenn es wirklich schlimm ist, so wie neulich, als die Vase im Salon kaputtging und wo Papa mit mir geschimpft hat, und das war ganz schrecklich ungerecht, weil ich es doch nicht mit Absicht getan hab und wo die Vase doch sowieso so hässlich war. Und ich weiß schon, dass Papa es nicht gern hat, wenn ich im Zimmer Ball spiele, aber draußen hat es geregnet.“ Doch Nick hat eine liebe und verständnisvolle Mutter, die „den Kleinen“ gerne in Schutz nimmt – allerdings nicht immer. Ob nun die Geschichte „Der Strand ist Klasse“, in der Papa Nick erlaubt, Löcher am Strand zu buddeln, was der Aufseher gar nicht witzig findet, oder „Ein prima Blumenstrauß“, in der Nick seiner Mama Blumen zum Geburtstag schenken will, was nicht so glatt geht, weil Georg meint, Nick würde doof aussehen mit den Blumen, jede einzelne der „35 prima Geschichten“ kann man immer und immer wieder lesen.

„Der kleine Nick“, erstmals als Taschenbuch erschienen, wird in dieser Ausgabe nur begrenzt erhältlich sein. Die Sonderausgabe beinhaltet die beiden Bände „Der kleine Nick“ und „Der kleine Nick und die Mädchen“ und ist die ideale Möglichkeit für Kinder ab 10 Jahren und jeden Erwachsenen, der den kleinen Nick verpasst hat, den zeitlosen Kinderbuchklassiker, der kongenial mit vielen überaus witzigen Bildern von Sempé illustriert ist, kennen zu lernen.

Tun Sie sich und Ihren Kinder einen Gefallen: Lesen Sie „Der kleine Nick“ nicht vor, denn Sie werden es vor Lachen nicht können! Gönnen Sie sich dieses einmalige Buch erst einmal selber. Danach lesen Sie es Ihren Kindern vor, Ihren Freunden, Ihren Kollegen – kurz: einfach jedem, der es nicht kennt, denn „Der kleine Nick“ ist ein Buch, das einfach jeder kennen muss und das in jedes Bücherregal gehört!

Autorenportrait:
René Goscinny wurde 1926 in Paris geboren. Er wuchs in Buenos Aires auf und wurde nach dem Abitur Zeichner in einer Werbeagentur. Ab 1945 arbeitete er in New York erst als Zeichner, dann als künstlerischer Leiter bei einem Kinderbuchverleger. Später gab er das Zeichnen auf und fing an zu texten. Unter anderem schrieb er „Der kleine Nick“ (mit Sempé), „Lucky Luke“ (für Morris) und „Asterix“ (mit Uderzo). René Goscinny starb 1977.

Illustratorenportrait:
Jean-Jacques Sempé wurde 1932 in Bordeaux geboren. Eigentlich wollte er Fußballer oder Jazzmusiker werden, aber als Zeichner war er so erfolgreich, dass er schon bald für zahlreiche Zeitungen Karikaturen anfertigte. In seinen Cartoons für „Le Moustique“ benutzte er oft einen Charakter namens Nicolas. René Goscinny war begeistert von dem kleinen Mann und ab 1960 wurden aus den Comics Kinderbücher.

Der kleine Nick

René Goscinny
Der kleine Nick
35 prima Geschichten
Mit Illustrationen von Sempé
Omnibus Verlag, München
ISBN 3-570-21152-5
1. Auflage 2003, 253 Seiten, mit zahlreichen s/w-Illustrationen, Taschenbuch.
Unverbindliche Preisangabe: € 7,90 (D) / € k. A. (A) / sFr k. A.

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