Der Herr der Ringe
Der Klassiker als aufwändig produziertes Hörspiel
(mkb).
Wer die 1.200 Seiten umfassende Roman Trilogie einmal in Händen gehalten
hat, weiß, welch mutiges Unterfangen es gewesen sein muss, daraus ein
Hörbuch zu schaffen. Der WDR hatte sich in Zusammenarbeit mit dem SWR und
unter der Regie von Bernd Lau an die Vertonung J. R. R. Tolkiens „Der
Herr der Ringe“ gewagt. Für die Hörspielbearbeitung zeichnet
Peter Steinbach verantwortlich. 70 Haupt- und 35 Nebenrollen wurden vergeben
– in jedem der vierseitigen Booklets zu den zehn CDs befindet sich eine
Auswahl kurzer Portraits der beteiligten Schauspieler – acht Chöre
für die Untermalung der Handlungsabläufe engagiert, während Peter
Zwetkoff die Musik komponierte. Es hat sich gelohnt! Das Hörbuch zu „Der
Herr der Ringe“, eine der aufwändigsten Produktionen der Hörspielgeschichte,
ist mit dem Hörbuchpreis des deutschen Buchhandels „HörKules“
ausgezeichnet und somit zum erfolgreichsten Hörbuch des Jahres gewählt
worden.
Spätestens seit dem Kinoerfolg ist J. R .R. Tolkiens „Der Herr der Ringe“ so manchem ein Begriff, aber längst nicht jeder hat sich auch an den literarischen Verzehr dieses umfangreichen Monumentalwerkes gewagt. Über den Gehörsinn konsumiert, wird aus einer unüberwindbar scheinenden Lektüre jedoch ein absoluter Genuss. Es sind Größen wie Rufus Beck, Ernst Schröder und Matthias Haase, die den Zuhörer in das Reich J. R. R. Tolkiens entführen und in seinem Kopf eine Leinwand der Fantasie entstehen lassen. Der Hörer erlebt mit den Sprechern auf zehn CDs das Märchen um den „Einen Ring“, die fantastische Erzählung, in der menschliche Schwächen zum Thema gemacht worden sind: Habsucht und Machtgier.
„...Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden, Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.“ Im Mittelpunkt steht der „Eine Ring“, den Sauron einst schuf, um die restlichen Ringe und somit auch Mittelerde und seine Bewohner in seine Gewalt zu bringen. Seit dieser im Kampf des Einen gegen Elben, Zwerge und Menschen verloren gegangen ist, übt Sauron aus dem Reich Mordor seine Schreckensherrschaft aus, um den Ring zurückzuerobern. Dunkle Kreaturen wie Ringgeister (die Nazgul) und Orks dienen Sauron und verbreiten überall wo sie hintreten Angst und Schrecken. Im Auenland hingegen herrscht zu diesem Zeitpunkt noch unbeschwerte Feststimmung. Bilbo Beutlin bereitet seinen 111ten Geburtstag vor und plant mit Kraft des Ringes einen spektakulären Abgang, es drängt ihn nach neuen Reisen und Abenteuern. Noch ahnt er nicht, dass er mit diesem harmlosen Streich die Ringgeister endgültig auf seine Fährte lockt.
Habsucht und Machtgier treiben Gut und Böse durch die fiktive Welt J. R. R. Tolkiens, materialisieren sich in diesem Ring und bemächtigen sich des Ringträgers. Die Aufgabe, den Ring zu vernichten, wiegt schwer und führt die damit beauftragten Gefährten ins feindliche Mordor, wo das einzige Feuer brennt, das den Ring zu zerstören vermag. Aber zeitgleich sendet Sauron seine Krieger aus und bedroht Mittelerde und seine Verbündeten.
Über 11 Stunden Spannung pur in einem einzigen Hörbuch – das schafft nur „Der Herr der Ringe“!
Autorenportrait:
John Ronald Reuel Tolkien wird am 3. Januar 1892 in Bloemfontein in Südafrika
geboren. Seit dem Tod des Vaters übersiedelt er 1894 mit seiner Mutter
und seinem Bruder nach England, wo er in Birmingham in bescheidenen Verhältnissen
aufwächst. Früh schon zeigt sich die Begabung, die später zu
seinem Weltruhm führen sollte: Seine Liebe zu Sprachen, seine Fähigkeit,
sich mit Begeisterung einem Thema lange Zeit, wenn nicht lebenslang, zu beschäftigen.
Er erhält ein Stipendium für das Exeter College in Oxford, wo er
Englische Sprache und Literatur studiert und 1913 seinen Abschluss mit Auszeichnung
besteht. In dieser Zeit lernt er Edith Bratt kennen, die er 1916 heiratet und
mit der er vier Kinder hat. Nach kurzem Kriegsdienst geht er als Lektor und
später als Professor für Englische Sprache nach Leeds. In den Jahren
zwischen 1925 und 1959 arbeitet er als Professor für Angelsächsisch
in Oxford. Die Schriftstellerei betreibt er stets nur als Nebenbeschäftigung.
1954/55 erscheint die Trilogie „Der Herr der Ringe“, ein über
1.000 Seiten umfassendes Romanwerk, dessen Erfolg bis heute ungebrochen ist.
1972 wird er von der Queen persönlich mit dem „Kommandeurs-Orden
des britischen Empire“ ausgezeichnet und im gleichen Jahr zum Ehrendoktor
der Universität Oxford ernannt. Am 2. September 1973 stirbt J. R. R. Tolkien
nach kurzer Krankheit in einem Krankenhaus in Bournemouth, England.
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