Der Elbenstern
Der Schmied von Großholzingen
(tik).
„Es gab einmal ein Dorf“, so beginnt das Hörbuch „Der
Elbenstern – Der Schmied von Großholzingen“ von J. R. R: Tolkien.
Und dieser eine Satz reicht aus, dem Hörer zu vermitteln, wo er sich befindet:
in einer Märchenwelt. In dieser Welt und in diesem Dorf, es heißt
Großholzingen und liegt nicht weit entfernt von dem kleineren Kleinholzingen,
lebt ein Schmied, der, wie alle anderen Bewohner auch, seinem Handwerk nachgeht.
Doch hat dieser Schmied seit seiner Kindheit einige Fähigkeiten, die ihn
vor allen auszeichnen. Nicht nur vermag er, mit Hammer und Zange wahre Wunderwerke
aus Metall zu formen, er kann auch etwas, das kaum einem Menschen je vergönnt
war: Seit der Schmied als kleiner Junge einen seltsamen Stern verschluckte,
den er bald darauf wieder ausspie und sich, ohne nachzudenken, an die Stirn
heftete, ist es ihm möglich, das geheimnisvolle Elbland zu betreten.
Auf seinen Reisen erlebt er die seltsamsten Abenteuer und erfährt interessante Dinge über die Welt und das Leben der Elben, die auch großen Fans der „Der Herr der Ringe“-Trilogie noch Neues zu bieten haben. Den Stern hatte der er bei einem Dorffest mit einem Stück Kuchen versehentlich heruntergeschluckt. Dieses so genannte Fest der 24, bei dem traditionell alle 24 Jahre 24 ausgewählten Kindern vom Küchenmeister ein großer Kuchen gebacken wird, steht, als der Schmied schon alt ist, wieder vor der Tür. Kurz davor aber geschieht jedoch etwas Seltsames: Die Elbenkönigin höchstpersönlich fordert den Schmied auf, wieder eine Reise in ihr Land zu unternehmen. Sie übergibt ihm eine Botschaft an den König: „Die Zeit ist da, er möge wählen.“ Der Schmied versteht nicht, was es mit dieser Botschaft auf sich hat. Auch weiß er weder, wo der König ist, noch, welcher König überhaupt gemeint sein könnte. Auf dem Heimweg trifft er einen Mann, den er bald als den Gehilfen des Kochmeisters, der während seines Festes der 24 den Kuchen gebacken hatte, wieder erkennt.
Allmählich klärt sich das Geheimnis um den seltsamen Stern, der seinen Träger zum Wanderer zwischen der Menschen- und der Elbenwelt macht, und mit diesem Geheimnis enthüllt J. R. R. Tolkien viele interessante Details aus seiner Phantasiewelt. Der Erzähler Joachim Höppner, die deutsche Stimme des Zauberers Gandalf aus der „Der Herr der Ringe“-Verfilmung, schafft mit seinem tiefen, etwas rauen Bas eine Atmosphäre, wie sie märchenhafter kaum sein könnte. Der Hörer kann sich vollkommen dem Genuss hingeben, eine alte Geschichte wie vom eigenen Großvater erzählt zu bekommen, und würde es draußen schneien und ein Feuer im Kamin knistern, dann wäre alles perfekt.
Mit dem Hörbuch „Der Elbenstern“ ist ein Stern am Hörbuchhimmel aufgegangen!
Autorenportrait:
John Ronald Reuel Tolkien wird am 3. Januar 1892 in Bloemfontein in Südafrika geboren. Seit dem Tod des Vaters übersiedelt er 1894 mit seiner Mutter und seinem Bruder nach England, wo er in Birmingham in bescheidenen Verhältnissen aufwächst. Früh schon zeigt sich die Begabung, die später zu seinem Weltruhm führen sollte: Seine Liebe zu Sprachen, seine Fähigkeit, sich mit Begeisterung einem Thema lange Zeit, wenn nicht lebenslang, zu beschäftigen. Er erhält ein Stipendium für das Exeter College in Oxford, wo er Englische Sprache und Literatur studiert und 1913 seinen Abschluss mit Auszeichnung besteht. In dieser Zeit lernt er Edith Bratt kennen, die er 1916 heiratet und mit der er vier Kinder hat. Nach kurzem Kriegsdienst geht er als Lektor und später als Professor für Englische Sprache nach Leeds. In den Jahren zwischen 1925 und 1959 arbeitet er als Professor für Angelsächsisch in Oxford. Die Schriftstellerei betreibt er stets nur als Nebenbeschäftigung. 1954/55 erscheint die Trilogie „Der Herr der Ringe“, ein über 1.000 Seiten umfassendes Romanwerk, dessen Erfolg bis heute ungebrochen ist. 1972 wird er von der Queen persönlich mit dem „Kommandeurs-Orden des britischen Empire“ ausgezeichnet und im gleichen Jahr zum Ehrendoktor der Universität Oxford ernannt. Am 2. September 1973 stirbt J. R. R. Tolkien nach kurzer Krankheit in einem Krankenhaus in Bournemouth, England.
Erzählerportrait:
Joachim Höppner arbeitete nach seiner Schauspielausbildung und dem Studium der Germanistik, Kunst- und Theatergeschichte als Schauspieler und Regisseur. Seit Jahren ist er erfolgreich für Film Kino und Fernsehen tätig, vor allem in den Bereichen Synchronisation, Hörspiel, Lesungen und Radiofeature.
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