Der Ball ist rund, damit das Spiel die Richtung
ändern kann
Wie moderner Fußball funktioniert
(hp). In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Fußball auf der britischen Insel als Sonderform des Rugby. Als Taktik falls man diesen Begriff hier überhaupt verwenden sollte fungierte das 1-0-9-System, also blieb ein Spieler hinten und der Rest stürmte nach vorne. Die Entwicklung von diesem doch recht planlosen Gekicke zum heutigen 4-4-2, 4-3-3 etc. beschreiben Christoph Biermann und Ulrich Fuchs in ihrem Buch „Der Ball ist rund, damit das Spiel die Richtung ändern kann“. Sie offenbaren dabei großes Verständnis für die taktischen Grundformationen und deren Umsetzung in den einzelnen Spielsituationen. Ihre unwiderlegbare Kompetenz machen schon die nicht enden wollenden Lobpreisungen namhafter Bundesligatrainer deutlich. Die weitgehend auf Humor verzichtenden Beiträge verstärken den Eindruck, dass hier eine fundierte Behandlung des Themas gewollt ist. Das ist der Glaubwürdigkeit natürlich zuträglich, führt allerdings dazu, dass das Ganze manchmal etwas zu trocken wirkt.
Wer schon mit Udo Latteks Erläuterungen am Taktik-Tisch überfordert ist, sollte sich lieber auf andere Fußballbücher beschränken. „Der Ball ist rund, damit das Spiel die Richtung ändern kann“ ist für angehende Fußballtrainer und all diejenigen, für die Fußball eine „Wissenschaft“ ist, ein absolutes Muss!
Autorenportrait:
Christoph Biermann, geboren 1960, arbeitet als freier Journalist in Köln und ist Sportkorrespondent der Süddeutschen Zeitung
Ulrich Fuchs, geboren 1956, lebt als freier Journalist in Freiburg.
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Christoph Biermann und Ulrich Fuchs |
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