Das illustrierte Buch der Ballettgeschichten
Einführung in die Welt des klassischen Balletts – Mit Musik-CD
(sl).
Für Kinder ab acht Jahren gedacht, ist „Das illustrierte Buch der
Ballettgeschichten“ aber auch für jeden erwachsenen Ballettfreund
eine optische und akustische Bereichung. Das Buch platzt fast vor fundierten
Informationen, wunderschönen Farbfotos und detailreichen Illustrationen
sowie einer CD mit brillanten Orchesteraufnahmen von 18 musikalischen Höhepunkten
der Ballettmusik aus „Dornröschen“, „Giselle“,
„Coppélia“, „Schwanensee“ und „Der Nussknacker“.
Der Reihe nach: Autorin Barbara Newman hat für „Das illustrierte Buch der Ballettgeschichten“ so viele Hintergrundinformationen und allerlei Wissenswertes zur Geschichte des Balletts und insbesondere zu den fünf vorgestellten Balletten zusammengetragen, dass selbst Kenner hier noch etliches Neues erfahren dürften. Barbara Newman beginnt mit einer doppelseitigen Einführung in die Grundlagen des Ballettes, bevor sie ausführlich die Ballettstücke „Dornröschen“, „Giselle“, „Coppélia“, „Schwanensee“ und „Der Nussknacker“ darstellt. Fast wie bei einem Ballettführer widmet sie jeder Szene beziehungsweise Akt je eine ausführliche Doppelseite, auf der das noch so kleinste Detail, wie beispielsweise die Spindel in „Dornröschen“ erklärt wird, aus dem Englischen von Helmut Ross übersetzt. Dazu werden alle auftretenden Personen genannt und ihre Rolle erklärt. Im abschließenden Glossar werden alle verwendeten Fachbegriffe kurz und prägnant erläutert.
Das ganze gipfelt in einer CD, die am Ende des Buches zu finden ist. Einziges Manko: Im Buch steht nirgendwo die Reihenfolge noch Titel der 18 Stücke. Kenner wissen zwar, welche Auszüge zu welchem Ballett gehören, doch da es sich eigentlich um ein Kinderbuch handelt, wäre es schön gewesen, wenn Kinder nachlesen könnten, um welche Komposition es sich gerade handelt. Lediglich auf der CD ist das Ballettstück genannt, jedoch nicht der Musiktitel.
Überaus gelungen ist das Layout der Seiten, auf denen sich neben Fotos von vielen berühmten Ballettstars, wie Margot Fonteyn und Michail Baryschnikow, auch viele Bühnenbilder der vorgestellten Ballette finden. Die zahlreichen Abbildungen wechseln sich mit schönen und teilweise großformatigen Illustrationen von Gill Tomblin ab.
„Das illustrierte Buch der Ballettgeschichten“ gehört zu den besten Büchern über das Ballett; man kann sich kaum daran sattsehen, noch mag man es aus der Hand legen, weil man immer wieder Neues darin entdeckt – brillant und ein Muss für jeden Ballettfan egal welchen Alters!
Illustratorenportrait:
Gill Tomblin studierte an der „Central School of Art“ in London und unterrichtete sieben Jahre lang Kunst, bevor sie als professionelle Illustratorin arbeitete. Ihre Bilder wurden in zahlreichen Publikationen veröffentlicht.
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