Das Buch vom Grünen Tee
Tee zwischen Kulturgut und Lebensmittel
(tik).
„Tee ist nichts weiter als das: Wasser erhitzen, den Tee zubereiten
und ihn gemütlich trinken. Nur das muss man wissen“. Dieses
Zitat eines alten Meisters der Teekunst findet sich in dem Bildband „Das
Buch vom Grünen Tee“, den die Autorin Christine Dattner zusammen
mit der Fotografin Sophie Boussahba veröffentlicht hat. Vielleicht muss
man für den richtigen Teegenuss tatsächlich nicht mehr wissen, dass
es aber dennoch eine Menge interessanter und anregender Dinge über den
Grünen Tee zu lernen gibt, beweisen die beiden Frauen in ihrem ausführlichen
Werk.
Tee ist nicht nur „ein Geschenk der Natur“, er erlangte vor allem in seiner Eigenschaft als Kulturgetränk weltweite Berühmtheit. Aus diesem Grund ist auch das erste Kapitel der kulturgeschichtlichen Bedeutung des Anbaus und der Verarbeitung von „camellia sinensis“, wie der Teebaum mit wissenschaftlichem Namen heißt, gewidmet. Von den Anfängen in China vor über 4.500 Jahren geht die Reise weiter durch Japan bis nach Europa, wo die ältesten Zeugnisse für den Genuss des fernöstlichen Getränks aus dem 17. Jahrhundert datieren. Mit Fotografien von heutigen Anbauplantagen, die teils immer noch mit den Methoden der alten Chinesen bewirtschaftet werden, schließt das Kapitel zur Geschichte ab.
„Lebenskunst mit grünem Tee“ zeigt alsdann, wie Teezeremonien und Teerituale in aller Welt zelebriert werden und begleitet mit kleinen Geschichten und anregenden Bildern den Tee durch chinesische, japanische, marokkanische und andere Kulturräume. „Die Geheimnisse der Teezubereitung“, die so über die Jahrhunderte entdeckt und weitergegeben wurden, sind ebenfalls Thema eines Kapitels.
Nach einigen allgemeinen Ratschlägen zum Aufkochen und geschmacklichen Verfeinern folgt ein großer Abschnitt mit Rezepten süßer und herzhafter Speisen, die alle Grünen Tee als wichtige Zutat enthalten. Exotisches „Froschschenkel-Risotto mit grünem Tee Mao Jian“ findet ebenso Eingang wie etwas bodenständigere Kalbskoteletts. Abgerundet wird der Bildband, ins Deutsche von Christiane Gsänger übertragen, durch einen Wellness Teil, der sich mit Fragen über die gesundheits- und schönheitsförderlichen Wirkungen des Grünen Tees auseinandersetzt.
In der eleganten Aufmachung als Bildband mit vielen künstlerisch anspruchsvollen Fotografien und ruhig erzählten Textbausteinen lässt „Das Buch vom Grünen Tee“ fast vergessen, dass es zugleich Ratgeber und Kochbuch ist. Die verschiedenen Genres gehen harmonisch ineinander über und liefern ein anregendes Gesamtbild des Grünen Tees als Kulturgut und Lebensmittel.
Autorenportrait:
Christine Dattner ist Besitzerin der „Maisons de Thé“ mit
dem Stammgeschäft im Herzen des Pariser Rive Gauche sowie einer Reihe von
internationalen Verkaufs- und Repräsentationsstätten. Sie kreierte
auch „Les Contes de Thé“, eine berühmte Marke grünen
Tees. Christine Dattner gilt als renommierteste und kreativste Fachfrau zu diesem
Thema.
Illustratorenportrait:
Sophie Boussahba ist seit 1993 als Werbe- und Pressefotografin tätig. Ihre
Lifestyle- und Interieurs-Aufnahmen erscheinen regelmäßig in den
bekanntesten Magazinen, unter anderem „Elle Décoration“ und
„Elle à la table“.
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