Artemis Fowl – Der Geheimcode
Der dritte Abenteuer-Band des genialen Meisterdiebs
(pr).
Artemis Fowl ist ein junger, skrupelloser Geschäftsmann. Seit sein Vater
im Krankenhaus liegt, muss der hochintelligente 13-Jährige auf die Finanzen
des Familienfirmenimperiums achten. Zufällig kommt er in den Besitz eines
Computers der unterirdisch lebenden Elfen. Dessen Technologie ist bei den Elfen
zwar längst veraltet, auf der Erde jedoch kann der kleine Würfel buchstäblich
alles, zum Beispiel Kreditkarten lesen, Videos in allen Formaten abspielen und
telefonieren. Mit diesem kleinen Wunderwerk will Artemis den brutalen Softwareproduzenten
Jon Spiro erpressen. Beim Verhandlungsgespräch wird ihm der Würfel
jedoch gestohlen. Gut, dass er den Computer noch mit einem Code gesichert hat,
den nur er kennt. Schlecht, dass Jon Spiro nun die Mafia auf ihn hetzt, um Artemis
zu entführen. Und zu allem Unglück kommt ihm auch die Zentrale Untergrund-Polizei
in Gestalt der Elfenkommissarin Holly Short auf die Spur, denn natürlich
sind auch die Elfen nicht begeistert von der Vorstellung, dass ein brutaler,
amoralischer Industrieller den Schlüssel zu ihrer Technologie in den Händen
hält. Unter der Voraussetzung, dass Artemis sich nach diesem Fall einer
kompletten Gedächtnislöschung unterzieht, beschließen die unterirdischen
Behörden Artemis zu helfen.
In „Artemis Fowl – Der Geheimcode“, dem dritten Band der Artemis-Fowl-Serie von Autor Eoin Colfer, spielt außerdem der Zwerg Mulch Diggums eine Rolle, ein alter Bekannter von Artemis, der riesige Mengen Erde in kurzer Zeit verschlingen und verdauen kann und die dabei entstehenden Gase als Düsenantrieb nutzt, sowie die kleine Schwester Butlers, Juliet, die Artemis’ neue, ein wenig unkonventionelle Leibwächterin wird. Gemeinsam beschließen die Zentrale Untergrundpolizei, der Zwerg, Juliet und Artemis, den Würfel aus den Händen Jon Spiros wieder zu beschaffen. Zwischen ihnen und dem Ende ihrer Mission stehen nur die modernsten Sicherheitssysteme der Welt in einem riesigen Hochhaus im Herzen Chicagos, die kaum alleine überwunden werden können.
Selten war ein Jugendbuchheld so gemein: Ein geldgeiler, skrupelloser Teenager, der zudem seine Intelligenz für undurchsichtige Machenschaften nutzt. „Artemis Fowl – Der Geheimcode“, von Claudia Feldmann aus dem Englischen übersetzt, ist endlich mal ein Buch ohne moralische Intention – Artemis bleibt verdammt cool und hat immer eine Idee in ausweglosen Situationen. Nur die Gespräche mit seinem Vater erzeugen bei ihm einige, wenn auch nur kleine Gewissensbisse.
Die Charaktere in „Artemis Fowl – Der Geheimcode“ sind zum
Schreien komisch: Der ständig hungrige Mulch Diggums, die debilen Leibwächter
Jon Spiros, die Mitglieder der Zentralen Untergrundpolizei, die über alle
technischen Spielereien und Waffen verfügen, von denen die Menschen kaum
zu träumen wagen. Natürlich besitzen die Elfen ein ausgeklügeltes
unterirdisches Straßen- und Transportsystem und müssen sich regelmäßig
mit politischen Aufständen von Kobolden herumschlagen. Dieses Buch liefert
ein Feuerwerk an Gags, die wunderbar mit den Klischees von Agententhrillern,
Krimis und Fantasyliteratur spielen.
Wer die Anfänge der Serie von Eoin Colfer noch nicht gelesen hat, dem sei das erste Buch „Artemis Fowl“ und der zweite Band „Artemis Fowl – Die Verschwörung“ empfohlen.
„Artemis Fowl – Der Geheimcode“ ist ein wunderbares Jugendbuch, das auch Erwachsene mit einem Sinn für skurrilen, schwarzen Humor dringend lesen sollten. Das Buch ist genau das Richtige für Fans von spannenden und komischen Fantasyromanen – sehr empfehlenswert!
Autorenportrait:
Eoin Colfer ist Lehrer und stammt aus Wexford, einer Küstenstadt im Südwesten
Irlands. Er hat mehrere Jahre in Saudi-Arabien, Tunesien und Italien unterrichtet.
Schon in jungen Jahren begann er Theaterstücke zu schreiben. Seine bisherigen
Bücher für junge Leser standen in Irland, England und den USA an der
Spitze der Bestsellerlisten. Mit seinen ersten beiden Romanen, „Artemis
Fowl“ und „Artemis
Fowl – Die Verschwörung“, die auch in Deutschland
Bestseller waren, hat er sich eine feste Fangemeinde erschrieben. Für seine
Artemis-Fowl-Serie erhielt er 2001 den „Children’s Book Award“,
den wichtigsten Kinder- und Jugendbuchpreis Englands. Er lebt mit Frau und Sohn
in Wexford, Irland.
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