Weihnachtslied

Eine Gespenstergeschichte

Weihnachtslied(sl). Spätestens seit Walt Disney Charles Dickens berühmteste Erzählung mit Mickey Maus verfilmte, ist die Geschichte vom Scrooge und den vier Geistern hinlänglich bekannt. Doch das „Weihnachtslied“ einmal zu lesen, lohnt allemal. Die hier vorliegende Ausgabe beinhaltet zur bekannten Geschichte sparsame Zeichnungen von Tatjana Hauptmann, leider nur in schwarzweiß, und ein überaus aufschlussreiches Essay von John Irving im Anschluss des Buches, aus dem Englischen von Richard Zoozmann übersetzt.

Charles Dickens „Weihnachtslied“ ist seit seiner Entstehung 1843 längst zum Klassiker avanciert. Humorvoll und mit der richtigen Portion Unheimlichkeit wird „Eine Gespenstergeschichte“ erzählt: Der alte Geizhals Ebenezer Scrooge schert sich nicht um Weihnachten und sitzt am Heiligen Abend in seinem Büro in London. Wie immer ist er herzlos und boshaft zu seinem ärmlichen Schreibgehilfen Bob Cratchit. Als Scrooge später am späten Abend nach Hause zurückgekehrt ist, bekommt er Besuch von vier Geistern: Dem Geist Marleys, seines ehemaligen Geschäftspartners, und von den Geistern der vergangenen, der gegenwärtigen und der zukünftigen Weihnachtsfeste. Sie zeigen ihm das Glück, das er durch seine Habgier und Selbstsucht versäumt hat, aber auch die Einsamkeit, in der er sterben wird, falls er sein Leben nicht ändert. Zutiefst von den Ereignissen in dieser Weihnachtsnacht betroffen, führt der Besuch der vier Geister dazu, dass Scrooge sich umgehend ändert und aus dem egoistischen kalten Mann ein liebevoller, großzügiger Mensch wird.

„Weihnachtslied“ ist eine zutiefst berührende, wundervoll poetische Weihnachtsgeschichte, die zu jedem Fest dazu gehören sollte!

Autorenportrait:
Charles Dickens, am 7. Februar 1812 in Landport bei Ports Mouth geboren, musste mit 12 Jahren in einer Schuhcreme-Fabrik arbeiten, um der finanziell ruinierten Familie nicht mehr zur Last zu fallen. Sein Vater wurde dennoch ins Schuldgefängnis gesperrt. Nachdem die Schulden getilgt waren, durfte Charles wieder in die Schule. In Anwaltskanzleien erlernte er dann das Handwerk des Schreibens. Er wurde Parlamentsberichterstatter und veröffentlichte kurze Skizzen über das Londoner Leben in Zeitschriften. Er schrieb Fortsetzungsromane, häufig mehrere gleichzeitig, auch unter dem Pseudonym Boz. Seine humorvollen Geschichten, in denen er die Welt der kleinen Leute darstellte und Kritik an den sozialen Missständen übte, waren ein lebenslanger Nachklang an seine verlorengegangene Jugend. Charles Dickens gehörte zu den gefeiertsten Autoren seiner Zeit und starb am 9. Juni 1870 in Gadshill Place.

Weihnachtslied

Charles Dickens
Weihnachtslied
Eine Gespenstergeschichte
Mit Illustrationen von Tatjana Hauptmann
Diogenes Verlag, Zürich
ISBN 3-257-00872-4
130 Seiten, Halbleinen gebunden, Format 14,3 x 21,3 cm.
Unverbindliche Preisangabe: € 13,90 (D) / € k. A. (A) / sFr 23,90

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