Weihnachtsgeschichten aus Skandinavien
Ein literarisches Vergnügen aus dem hohen Norden
(sl).
In Skandinavien ist der Weihnachtsmann zuhause, und im hohen Norden Europas
scheint man die Weihnachtszeit besonders intensiv zu begehen. Oftmals sind unsere
Vorstellungen von Weihnachten in Skandinavien jedoch von klischeehaften Bildern
belastet, wie man sie von „Michel aus Lönneberga“ und „Bullerbü“
kennt. Doch abseits von der Schlittenfahrt durch den tiefverschneiten Wald und
dem Tanz um den Weihnachtsbaum im rot-weißen Holzhaus gibt es auch noch
ein ganz anderes Skandinavien, das nicht minder interessant ist. Herausgeberin
Annamari Arrakoski hat in dem Buch „Weihnachtsgeschichten aus Skandinavien“
eben solche untypischen Erzählungen von 16 namhaften Autoren aus Dänemark,
Norwegen, Schweden und Finnland und einer Autorin aus Island zusammengetragen.
Darin verirrt sich Henning Mankells Kommissar Wallander in „Eine unwahrscheinliche Begegnung“ auf dem Weg zur Weihnachtsfeier und trifft in einer abgelegenen Dorfkneipe wiederum Håkon Nessers Kommissar van Veeteren. Steinunn Sigurđardóttir erzählt in „Der lebende Freund“ von einem Treffen am Heiligen Abend im Botanischen Garten in Reykjavík, und Liza Marklund beschreibt in „Der Holzdieb“ eine dramatische Begegnung zu Weihnachten. Im Anhang fehlt leider ein Kurzportrait der 17 Autoren, denn nicht alle sind dem Leser bekannt. Schade auch, dass nur Autoren ausgewählt wurden, deren Werke sonst bei Rowohlt verlegt werden.
Das Buch „Weihnachtsgeschichten aus Skandinavien“ ist eine abwechslungsreiche Mischung zwischen spannenden, heiteren und besinnlichen Geschichten, die manchmal nur am Rande Weihnachten streifen und doch auch ohne Engel und Weihnachtsmänner für eine angenehme Stimmung an gemütlichen Abenden sorgen!
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