„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“
Die Lebensgeschichte des Hermann Hesse
(emk). Schon der Prolog macht Lust auf das Buch: Hermann Hesse begibt sich gerade freiwillig in eine Privatklinik. Er ist vor seiner Arbeit und seiner Familie geflüchtet, um sein Leben neu zu ordnen, und das wird psychologisch erklärt. Akribisch zeichnet Autor Alois Prinz die Lebensgeschichte Hesses nach. Beginnend 1873 mit dem Vater und einer Beschreibung des Alltags in Hesses Geburtsstadt Calw stellt Alois Prinz die Personen, die Hesses Lebensweg begleiteten oder kreuzten, vor. Er beschreibt die Schauplätze seines Wirkens als Dichter, Maler, Buchhändler, Reisender oder Gärtner, erläutert das Zeitgeschehen unter Berücksichtigung der jeweiligen politischen Weltlage und erklärt vor allem, aus welcher Lebenssituation welches Werk von Hermann Hesse entstand. Die wichtigsten Dichtungen werden interpretiert. Die zitierten Passagen und die Charakterisierung der Figuren sind von Alois Prinz genau an die Stelle seiner Schilderung des Lebenslaufs gebracht, an der Hermann Hesse gerade daran arbeitete und sich kritisch mit dem Zeitgeist auseinander setzte. So erfährt der Leser in welcher persönlichen Situation und Stimmung Hermann Hesse die jeweiligen Romane und Erzählungen schrieb.
Ein Epilog über die Rezeption Hesses in Amerika, eine Zeittafel und eine Auswahl-Bibliographie, sowie einige Fotos im Text runden das gründlich recherchierte Buch aus der biographischen Reihe des Beltz & Gelberg Verlages ab.
Außer als guter Einstieg über den Dichter und sein Werk würde sich dieses gut verständliche Sachbuch auch für Schüler als Hilfe im Deutschunterricht eignen.
Autorenportrait:
Alois Prinz, geboren 1958 in Wurmannsquick in Niederbayern, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in München. Er lebt mit seiner Familie in Feldkirchen-Westerham.
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Alois Prinz |
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