Sinclairs Notizbuch
Erzählungen und Betrachtungen
(emk). Emil Sinclair war das Pseudonym, das Hesse für seinen Roman „Demian“ wählte. – Hier wird der Name für den Titel einer Sammlung von Aufsätzen und Dichtungen benutzt, die Hesse eigenhändig erstmals 1923 als bibliophile Luxusausgabe herausgab.
Die Arbeiten waren im Ersten Weltkrieg in verschiedenen, zum größten Teil Schweizer Zeitungen ebenfalls unter seinem Pseudonym erschienen. Er schrieb sie zwischen 1917 und 1920, in einer Zeit also, in der man ihm untersagt hatte, ungemütliche Appelle gegen den Krieg zu veröffentlichen.
Dieses Inseltaschenbuch ist die 4. Ausgabe der Sammlung, ausgestattet mit vier Aquarellen, die Hesse zu der Zeit malte, in der auch die Texte entstanden. In ihren fröhlichen Farben wollen die Aquarelle so gar nicht zu dem ernsten, zeitkritischen Inhalt der Erzählungen passen. Das Buch enthält beispielsweise Hesses Gedanken zum Eigensinn als einzige Tugend und seine Parabel vom „ Europäer“, dem Mann aus dem Kriegslande, der auf die Arche Noah kommt und als einziger ohne Frau ist. Die Texte gehören „innerlich“ zusammen, wie Hesse selbst damals im Vorwort schrieb. Die Quellenangaben am Schluss des Buches verzeichnen das Datum des Erstdrucks der jeweiligen Arbeiten.
Eine schöne Hesse-Ausgabe für die Tasche!
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Hermann Hesse |
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