Reise durch die Schweiz
Texte aus der Weltliteratur
(emk).
„Wenn Titans erster Strahl der Gipfel Schnee vergüldet / Und
sein verklärter Blick die Nebel unterdrückt, / So wird, was die Natur
am prächtigsten gebildet, / Mit immer neuer Lust von einem Berg erblickt.“
Durch dieses Gedicht des Schweizer Naturforschers und Arztes Albrecht von Haller
soll, laut Klappentext, der Touristenandrang in die Schweiz begonnen haben.
Und damit die Reiseliteratur über die Schweiz.
International (außer dem o.gen. und Gottfried Keller) sind in „Reise durch die Schweiz“ die Großen der Weltliteratur versammelt, die die Schweiz bereisten oder sie auf der Durchreise in ein anderes Land kennen lernten. Lord Byron mit seinem „Sonett an den Genfersee“ und Annette von Droste-Hülshoff mit dem Gedicht „Säntis“. August Strindberg mit dem „Märchen vom St. Gotthard“ ebenso wie Mark Twain mit „Luzern“.
Zwischen Gedichten und Prosa eingestreut: Wiedergaben von Stahl- und Kupferstichen, Radierungen und Lithographien aus der Zeit, die unterschiedlichsten Orte der Schweiz betreffend; wie immer bei Manesse auf Dünndruckpapier. Die Anthologie beschränkt sich – mit wenigen Ausnahmen – auf Texte des 18. und 19. Jahrhunderts. Vertreten sind berühme Reisende wie Klopstock, Goethe, Mörike, Cooper, Proust und Tolstoi.
Das Nachwort des Hausgebers Heinz Weder befasst sich mit der Frage, ob reisen
erlernbar und ob es möglich ist, ein Bild der Schweiz verbindlich anzubieten
– hier ist es geglückt. Im Quellenachweis sind die jeweiligen Übersetzer
der Dichtungen genannt. Die nachgewiesenen 30 Illustrationen befinden sich in
der Graphischen Sammlung der Zentralbibliothek Zürich.
In der bewährten Art und Weise der Manesse-Bibliothek der Weltliteratur ist es wieder gelungen, eine anspruchsvolle Auswahl zu treffen und diese bibliographisch zu erschließen. „Reise durch die Schweiz“ ist ein kostbares Buch zum Sammeln und Besitzen oder zum Verschenken!
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