Neue Darwin Awards
für die skurrilsten Arten, zu Tode zu kommen
(sl).
„Viele Menschen würden eher sterben, als denken. Und in der Tat:
Sie tun es“, bemerkte Bertrand Russell treffend. Das ist auch der
Grund, warum das Buch der Darwin Awards nun nach dem ersten Band „Darwin
Awards für die skurrilsten Arten, zu Tode zu kommen“
seine Fortsetzung gefunden hat – denn Dumme sterben nie aus. „Neue
Darwin Awards für die skurrilsten Arten, zu Tode zu kommen“ ist die
makabere Fortsetzung der unvorstellbaren Dummheit der menschlichen Spezies.
Der Darwin Award ist ein Preis, den man sich verdient haben muss, denn die Regeln besagen: „Keiner bekommt diese Auszeichnung einfach nachgeworfen. Nur wer aus freien Stücken jede Vorsicht außer Acht lässt und somit seine Nichteignung für den Überlebenskampf demonstriert, erweist sich eines Darwin Awards würdig“. Jahr für Jahr gibt es unzählige Kandidaten, deren unglaubliche Dummheit dazu geführt hat, dass sie diesen sagenhaften Preis verliehen bekommen haben – natürlich postum. Wer einen ebenso großen Hang zum Makaberen hat, wie Autorin Wendy Northcutt, die 1993 begann, Meldungen und Geschichten um bizarre Todesfälle zu sammeln, wird mit dem Buch „Neue Darwin Awards“ seine helle (Schaden-)Freude haben.
Die meisten Menschen haben einen Instinkt dafür, was (lebens-)gefährlich
enden könnte. „Darwin Award“-Gwinner haben das nicht. Beispielsweise
der Mann, der mit Hilfe eines Feuerzeugs die Gebrauchsanweisung auf Knallkörpern
lesen wollte und dabei – wohl kaum überraschend – den Tod fand.
Oder der nackte Mann, der beim Posieren auf einer Mauer vor seiner Kamera die
Balance verliert und in die Tiefe stürzt – der Film zeigt zumindest,
wie es passiert ist. Ausgezeichnet werden kann auch, wer seine eigene Dummheit
auf wundersame Weise überlebt hat, wie zum Beispiel die erfinderische Frau,
die ihre Zeit im Auto dazu nutzt, ihre Haare zu trocknen, indem sie sich ein
Feuerzeug unter die Strähnen hält.
Diese und andere tollkühnen Draufgänger – die männlichen „Darwin Award-Gwinner“ sind übrigens in überwältigender Mehrheit vertreten, was die These, Männer sterben dümmer und Frauen haben den besseren Überlebenssinn, gänzlich beweisen könnte – werden seit einigen Jahren von einer Jury mit einem Preis ausgezeichnet, dem nach Charles Darwin benannten „Darwin Award“. Und genau jene wahren Meldungen und Überlieferungen aus den unterschiedlichsten Quellen sind nun gesammelt bereits als zweiter Band in Buchform nachzulesen, meisterhaft von Almuth Dittmar-Kolb aus dem Amerikanischen übersetzt. Die Geschichten sind in verschiedene Kapitel, wie Gefährliche Wasser oder Verbrechen und Strafe, vorsortiert. Zahlreiche Cartoons untermalen das Gelesene.
Wer übrigens nach 208 Seiten unerschöpflicher Beweise größter zum Tode geführter Dummheit immer noch nicht überzeugt ist, dem sei der erste Band „Darwin Awards für die skurrilsten Arten, zu Tode zu kommen“ und der dritte Band „Neueste Darwin-Awards“ ans noch schlagende Herz gelegt.
„Neue Darwin Awards für die skurrilsten Arten, zu Tode zu kommen“ ist für Menschen mit pechschwarzem Humor die beste Lektüre!
Autorenportrait:
Wendy Northcutt, Molekularbiologin und Berkeley-Absolventin, begann 1993 Meldungen und Geschichten um bizarre Todesfälle zu sammeln, bevor sie eine eigene Website entwickelte, die im Jahr 2000 in den USA als „coolste Site“ ausgezeichnet wurde.
Illustratorenportrait:
Der Illustrator Marcus Weimer arbeitet unter dem Namen Rattelschneck für verschiedene Zeitungen.
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