Musik des Einsamen

Melancholische Gedichte von Hermann Hesse

(sl). Der Band erinnert an die fünfziger Jahre. Aus der Reihe „Salzers kleine Reihe“ ist mit dem Band 3 eine Gedichtsammlung von Hermann Hesse erschienen, der vor allem die schwermütigen Verse des Dichters vereint. Als „schwere Kost“ würde man solche Zeilen bezeichnen, und es empfiehlt sich, „Musik des Einsamen“ nicht zu lesen, wenn man selber bedrückt ist.

„Der Blütenzweig: Immer hin und wider / Strebt der Blütenzweig im Winde, / Immer auf und nieder / Strebt mein Herz gleich einem Kinde / Zwischen hellen, dunkeln Tagen, / Zwischen Wollen und Entsagen. / Bis die Blüten sind verweht / Und der Zweig in Früchten steht, / Bis das Herz, der Kindheit satt, / Seine Ruhe hat / Und bekennt: voll Lust und nicht vergebens / War das unruhvolle Spiel des Lebens.“. Dass Hermann Hesse melancholisch veranlagt war, liest man nicht nur in seinen Gedichten. Viele Texte sprechen von Selbstzweifeln, von der Sehnsucht nach vergangenen Kindertagen und von verflossenen Beziehungen. Leider sind keine Daten an den Gedichten vermerkt. Es wäre sicher interessant gewesen, sehen zu können, wann in seinen verschiedenen Lebensphasen Hermann Hesse die Gedichte verfasste.
Wer sich noch intensiver mit Hermann Hesse befassen möchte und Schwermütigkeit nicht scheut, sei „Musik des Einsamen“ empfohlen!

Autorenportrait:
Hermann Hesse wird am 2. Juli 1877 in Calw in Württemberg als Sohn eines Missionars und der Tochter eines Indologen geboren. Nach einer Buchhändlerlehre in Tübingen war er seit 1904 freier Schriftsteller, zunächst in Gaienhofen am Bodensee, später ließ er sich im Tessin nieder. Er wurde 1946 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Hermann Hesse ist einer der bekanntesten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts. Er stirbt am 9. August 1962 in Montagnola bei Lugano.

Musik des Einsamen

Hermann Hesse
Musik des Einsamen
Salzer-Verlag im Kaufmann Verlag, Lahr
ISBN 3-7806-5423-7
79 Seiten, laminierter Pappband, gebunden.
Unverbindliche Preisangabe: € 7.- (D) / € 7,20 (A) / sFr 10,50

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