Kunst aus Entenhausen
Wie die Ducks die Kunstgeschichte bereichern
(sl). Zuerst war es ein Gag: 1941 schufen Disney-Zeichner das Werk „Madonna Duck“, das in dem Film „Reluctant Dragon“ verwendet wurde. Doch bei dem einmaligen Spaß sollte es nicht bleiben. Die Resonanz war groß und so wurden bis 1945 weitere 16 Meisterwerke geschaffen, die für die Kunstgeschichte eine unschätzbare Bereicherung waren. Sogar die renommierte Zeitschrift „Life“ würdigte in ihrer Ausgabe am 16. April 1945 die Kunstwerke der bedeutenden (Disney)-Meister.
Eine Auswahl dieser Kunstschätze sind in dem Bildband „Kunst aus Entenhausen“ zu sehen. Doch die Bewohner von Entenhausen sollten auch vor anderen Bereichen nicht Halt machen: Jahrzehnte später griff Harry Balm die Idee erneut auf und fing 1975 an, die Ducks in historische Rollen aus den Bereichen der Literatur, der Geschichte und dem Showbusiness zu stellen. So ist es dem Betrachter vergönnt, die Ducks als Graf von Monte Christo, als Marilyn Monroe oder als Peter der Große zu sehen.
Überaus amüsant sind die begleitenden Texte der Kunstwerke, jeweils eine Seite lang: In ihnen wurden historische Tatsachen mit Geschichten aus Entenhausen vermischt. So verschwinden die Grenzen zwischen Realität und Fiktion auf vergnügliche Weise. Bemerkenswert außerdem das interessante Vorwort von Wolfgang J. Fuchs, der die Entstehungsgeschichte der „Kunst aus Entenhausen“ 1941 und 1975 kenntnisreich beschreibt und auch detailliert auf die verwendeten Maltechniken eingeht.
Ein phantasievolles Buch für jeden Kunstliebhaber und erstrecht für jeden Disney-Fan!
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