Herzsprung
Ein herzhaft-komischer Roman
(mkb).
Wieder ein Roman von Autorin Ildikó von Kürthy und mindestens genauso
spritzig wie „Mondscheintarif“.
Amelie „Puppe“ Sturm gießt den Inhalt einer sehr, sehr teuren
Rotweinflasche über die sehr, sehr teuren Maßanzüge ihres Geliebten
Philipp von Bülow und flieht mit Miss Marple, ihrem sehr, sehr hässlichen
Hund, nach Sylt.
Ihr großes Lebensziel: Einen schlechten Charakter und eine gute Figur, millimetergenaues einparken und klare „Neins“ ausformulieren. Die Chancen stehen gut, nachdem sie „Bülowbärchens“ Mailbox abgehört und eine Nachricht von Bente Johannson, „hauptberuflich unterernährt“, Ursprungsnachweis Schweden, „was ihr bedauerlicherweise diesen niedlichen, nordischen Au-pair-Mädchen-Akzent beschert“, vorfindet.
Amelie Sturm, genannt Puppe, neigt zu leichten Überreaktionen, was Philipp von Bülow bereits in seiner ersten Begegnung mit ihr klar wird: „...Ich sah einen relativ kleinen, offensichtlich sehr aufgeregten Menschen in einem dunklen Kapuzenshirt um einen rauchenden Gegenstand herumhopsen. Völlig grotesk!“ Puppe hatte in ihrem Irrwitz einen Briefkasten in Flammen versetzt und all das, weil sie einen voreilig verfassten Liebesbrief darin versenkt hatte, der nun nicht mehr aus diesem dummen Kasten zu fischen war, aber unter gar keinen Umständen den Adressenten erreichen durfte.
48 Stunden im Leben der Amelie Puppe Sturm, die nun endlich den heißbegehrten
Singlestatus erreicht hat - heißbegehrt? „16:25 Habe eine gute
Idee. Werde innerhalb von drei Minuten die zehn besten Gründe aufzählen,
warum es toll ist, Single zu sein.... 16:28 ..... 16:29 .....
16:30 Verdammt! Bin total blockiert!“ Blockiert ist sie auch, als
sie mit ihrer nicht vorhandenen Treffsicherheit Verona Feldbusch statt Bente
Johannson mit einer Sandale am Kopf trifft.
Köstlich! Nach „Mondscheintarif“
gelingt Ildikó von Kürthy auch mit „Herzsprung“ ein
herzhaft-komischer Roman. Untermalt mit Fotos von Kirstin Schnell, die den Wortwitz
von Ildikó von Kürthy treffend wiedergeben.
Autorenportrait:
Ildikó von Kürthy, 1968 in Aachen geboren, besuchte die renommierte
Hamburger Journalistenschule. Im Anschluss daran arbeitete sie als Redakteurin
bei der „Brigitte“ und gewann 1994 für eine Sterbehospiz-Reportage
den Axel-Springer-Preis für junge Journalisten. Seit 1996 ist sie Redakteurin
im Unterhaltungsressort des „Stern“. Ihr erster Roman, „Mondscheintarif“
war ein großer Erfolg und kam in der Regie von Ralf Huettner in die Kinos.
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