Engel begleiten uns
Erzengel und Erdengel sind an unserer Seite
(ts). In der Vorbemerkung des Buches „Engel begleiten uns“ ist zu lesen, dass die Autoren „keinerlei Haftung für Schäden irgendwelcher Art“ übernähmen das macht neugierig. Was für einen Schaden soll die Beschreibung von Engeln denn anrichten können? Nun, wer sich in Verbindung mit der geistigen Welt setzt, muss erst lernen, die richtigen Stimmen von den falschen zu unterscheiden. Dies lässt sich überprüfen, indem man sich fragt, wer am anderen Ende des klingelnden Telefons ist, ob man in einer fremden Stadt den richtigen Weg findet und so weiter.
Engelsbotschaften haben meist keine Worte, sondern bestehen aus Schwingungen und Energien. Wer mit Engeln konferiert, verlässt eben den irdischen Verantwortungsbereich. Um Engel wahrnehmen zu können, muss man die eigene Wahrnehmung trainieren, lernen, seine innere Stimme zu hören, indem „der Verstand leiser gedreht wird“. Die Vernunft ist schuld daran, dass wir den Kontakt zur geistigen Welt nicht wahrnehmen können. Die beiden Autoren Petra Schneider und Gerhard K. Pieroth sind allerdings der Überzeugung, dass sich heute bereits viele Menschen „auf dem Weg der Bewusstwerdung“ befinden, sie also das Göttliche in sich entfalten. Die beiden Autoren kamen durch die Suche nach dem Sinn ihres Lebens zur intensiven Beschäftigung mit der geistigen Welt.
In ihrem Handbuch „Engel begleiten uns“ stellen Petra Schneider und Gerhard K. Pieroth zwanzig geistige Helfer vor. Für sie gibt es ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal: die Zugehörigkeit zum spirituellen Strahl oder zum Materialisationsstrahl. Wesenheiten des spirituellen Strahls wirken in der geistigen Welt, während die Wesen des stofflichen Strahles in der materiellen Seite der Schöpfung zuhause sind. Des Weiteren unterscheiden sich die Wesenheiten durch ihre unterschiedlichen Bewusstseinsgrade. Erzengel etwa repräsentieren verschiedene Aspekte Gottes.
Das Buch lebt von den Erfahrungsberichten seiner Verfasser, die in die systematische Beschreibung der Erz- und Erdengel münden. Beschrieben sind in diesen Einzeldarstellungen nicht nur die Erfahrungen der beiden Autoren mit dem Engel, sondern auch der Aufgabenbereich des Engels, seine Aufgaben für die Menschen, die Beschreibung seiner Energie und Situationen, in denen man den jeweiligen Engel anrufen kann. Die Engelsbeschreibungen schließen mit einer Meditation, die helfen soll, mit dem Engel in Kontakt zu treten.
So liegt die Stärke des Buches „Engel begleiten uns“ in seiner praktischen Seite und nicht in der theoretischen, die sehr schemenhaft bleibt. Das Kapitel zu Engeln in verschiedenen Kulturen und Religionen bleibt sehr oberflächlich, der Kirchenvater Dionysius Aeropagita ist sogar fast durchgehend falsch geschrieben und das, obwohl das Buch bereits in sechster Auflage vorliegt.
Irritierend ist der Schluss des Buches: Hier stellen die Autoren die von ihnen produzierten Essenzen vor. Es handelt sich dabei um ein Wasser-Alkohol-Gemisch, das Engelsenergie beinhalten soll. Zur Verfügung stehen 9 Erzengel-Essenzen, 21 Meisteressenzen und 7 Integrationsessenzen. Einige Tropfen der Essenzen sind auf den Körper aufzutragen. Die Verkaufsadresse ist angeführt der Übergang zwischen Sachbuch und Werbung in eigener Sache ist hier recht fließend.
Autorenportrait:
Dr. Petra Schneider, geboren 1960, studierte und promovierte im Fach Agrarwissenschaft an der Universität Bonn. 1990 beendete sie eine Zusatzausbildung für Lehramt, Verwaltungstätigkeit und Beratung und begann als Beamtin bei der Landwirtschaftskammer. Während dieser Zeit beschäftigte sie sich intensiv mit dem Sinn ihres Lebens. Sie kündigte die sichere, lebenslängliche Stelle und begann sich intensiv mit feinstofflichen Energien, Meditation und Möglichkeiten der ganzheitlichen Selbstentfaltung zu beschäftigen. Sie arbeitet als ganzheitliche Lebensberaterin und leitet Seminare.
Gerhard K. Pieroth, geboren 1956, ist Diplom-Wirtschaftsingenieur und arbeitete als Angestellter des Computerherstellers IBM in Produktion, Marketing und Vertrieb. Nebenberuflich war er Dozent an mehreren Hochschulen. Das Scheitern seiner Ehe und der Zusammenbruch seines Weltbildes führten 1988 zur Suche nach dem Sinn des Lebens und ersten Erfahrungen mit Meditation. Er öffnete sich mehr den bisher nicht gelebten Fähigkeiten, gab 1992 seine Anstellung auf und ließ sich unter anderem als Reiki-Lehrer und als NLP-Practitioner ausbilden. Parallel dazu erhielt er eine Ausbildung als Trainer in der Erwachsenenbildung und arbeitet heute als ganzheitlicher Erfolgs- und Unternehmensberater, Coach und Trainer.
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Petra Schneider und Gerhard K. Pieroth |
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