Ein Bär namens Sonntag

Eine tiefgründige Bärengeschichte

Ein Bär namens Sonntag(sl). „Als ich ein kleiner Junge war, besaß ich einen schweigsamen kleinen Bären, der hieß Sonntag...“ so beginnt das Buch, das einen vom ersten Satz an gefangen nimmt. Die Geschichte über die tiefgründige Beziehung zwischen Kind und Bär – in der sich jeder erkennt, der selber einen Teddybären hat – wird von Autor Axel Hacke einfühlsam erzählt und die Bilder von Michael Sowa geben ihr einen wunderbaren Rahmen.

Axel und sein Bär sind unzertrennlich, wie das bei Kindern und Bären eben häufiger vorkommt. Sie schlafen nicht nur zusammen in einem Bett, nachdem sich Axel mehrfach vergewissert hat, dass Sonntag auch wirklich neben ihm liegt, sie sitzen zusammen beim Essen am Tisch und auch nebeneinander auf dem Klo. Doch Sonntag schweigt trotz aller Annäherungsversuche von Axel. Und dieses Schweigen führt zu immer mehr Zweifeln, die darin gipfeln, dass Axel seinen Bär namens Sonntag gegen die Wand schleudert, nachdem er versucht hat, ihn zu füttern. Axels Mutter steckt den Bären in die Waschmaschine, weil dessen Fell vom Füttern verdreckt ist, und hängt ihn anschließend an die Leine. Und so geschieht es, dass Axel das erste Mal ohne seinen Bären einschlafen muss, weil der noch zu nass ist.

Eine unruhige Nacht beginnt für Axel: Er träumt, dass er in dem Spielzeugladen von Herrn Spielbär lebt. Zusammen mit vielen Spielzeugkindern wartet Axel darauf, von einer netten Bärenfamilie gekauft zu werden, um außerhalb seiner Schachtel die Bärenwelt kennenzulernen. So geht er eines Tages als Geburtstagsgeschenk für einen Bären namens Sonntag über die Ladentheke und Axel merkt bald, wie sehr er geliebt wird.
Ein poetisches Buch – für Erwachsene bald mehr geeignet als für Kinder – das anrührende Worte für eine Beziehung findet, die nur versteht, wer einen Bären hat!

Autorenportrait:
Axel Hacke, 1956 geboren, lebt als Schriftsteller und Journalist in München. Von 1981 bis 2000 arbeitete er als Reporter und Streiflichtautor bei der Süddeutschen Zeitung. Seine journalistische Arbeit wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet. Seine Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Illustratorenportrait:
Michael Sowa, Jahrgang 1945, lebt seit seiner Geburt in Berlin. Nach Abschluss eines Kunstpädagogikstudiums 1975, arbeitet er als freier Maler und Zeichner. 1995 wurde er mit dem Olaf-Gulbransson-Preis ausgezeichnet.

Ein Bär namens Sonntag

Axel Hacke
Ein Bär namens Sonntag
Mit Bildern von Michael Sowa
Verlag Antje Kunstmann, München
ISBN 3-88897-281-7
32 Seiten, durchgehend farbig illustriert, gebunden.
Unverbindliche Preisangabe: € 12,90 (D) / € k. A. (A) / sFr 23,40

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