Das unerwartete Geschenk vom Weihnachtsmann
und von Frau Glück und Herrn Liebe
Wie der Weihnachtsmann für eine übrig gebliebene Puppe das passende Kind sucht
(sl). Der Weihnachtsmann staunt nicht schlecht, als er nach Auslieferung aller Geschenke eine Puppe übrig hat. Schnell guckt er im Computer nach und erfährt, dass sechs Mädchen und über zwei Millionen Jungen keine Puppe erhalten haben. Also macht er sich ohne Schlitten, sondern nur mit dem Taxi auf den Weg, um erst mal die Mädchen abzuklappern. Die erste ist Antonia, die schon über 20 Puppen hat und trotzdem nur auf „die Eine“ wartet. Doch der Weihnachtsmann beschließt, dass 20 Puppen reichen und fährt zum nächsten Mädchen. Charlotte hat nur eine Puppe, eine ganz alte aus Porzellan. Aber mit ihrem Chemie-Experimentierkasten ist Charlotte zufrieden und meint, Puppen hätten sowieso nichts im Kopf, was sie bei ihrer eigenen Puppe selber nachgesehen hätte, und so fährt der Weihnachtsmann weiter. Gaby möchte eine Puppe mit Funktionen, die sprechen und Pipi machen kann. Als aber der Weihnachtsmann bedauernd zugibt, nur eine normale, dafür sehr hübsche Puppe zu haben, verzichtet Gaby beleidigt. Auch Lisa und Nicole sind nicht die passenden Kinder für die übrig gebliebene Puppe. Das letzte Mädchen ist Sophie, die gerade Monster auf dem neuen Videospiel jagt. Sie meint, der Weihnachtsmann solle es doch bei den Jungen probieren. Und so fährt der Weihnachtsmann in seiner Verzweiflung noch die ersten beiden Jungen der Liste ab, die aber auch keine Puppe wollen. Da hat der Weihnachtsmann die Nase voll und fährt mit der Puppe nach Hause.
Wie der gewissenhafte Weihnachtsmann mit Hilfe von Frau Glück und Herrn Liebe dann doch noch die richtige Puppenmutter findet, erzählt Bestsellerautorin Eva Heller in ihrer wunderbar-poetischen Weihnachtsgeschichte „Das unerwartete Geschenk vom Weihnachtsmann und von Frau Glück und Herrn Liebe“, die für Erwachsene ebenso geeignet ist, wie für größere Kinder. Mit leisem Augenzwinkern führt sie den Leser durch die verschiedenen Kinderzimmer und erzählt leichtfüßig, dass es auch für einen Weihnachtsmann gar nicht so einfach ist, ein Geschenk loszuwerden. Michael Sowa hat kongeniale Bilder dazu gemalt, die durch ihren Einfallreichtum bestechen. Einziger Wehmutstropfen: Das Buch ist „nur“ im Kleinformat ein größeres wäre noch schöner gewesen aber so passt es zumindest in jeden Nikolausstiefel.
Eine wunderschöne, berührende Weihnachtsgeschichte nicht nur für Puppenmütter!
Autorenportrait:
Eva Heller wurde zuerst Wissenschaftlerin, dann Schriftstellerin. Sie veröffentlichte Romane, Kinderbücher, Cartoonbücher und Sachbücher.
Illustratorenportrait:
Michael Sowa lebt seit seiner Geburt im Jahre 1945 in Berlin. Nach Abschluss eines Kunstpädagogikstudiums 1975 arbeitet er als freier Maler und Zeichner. 1995 wurde er mit dem Olaf-Gulbransson-Preis ausgezeichnet.
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Eva Heller |
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